Die Pollensaison 2015

Die Natur ist aufgewacht. Aufgrund des unbeständigen Wetters war der Saisonstart recht sanft. Der Pollenflug der Birke steht aber nun kurz bevor. Mit der Pollen-App sind die Polleninformationen immer mobil abrufbar und können individuell auf den einzelnen User zugeschnitten werden.

Der Pollenflug der Frühblüher Erle und Hasel war bisher eher unterdurchschnittlich. Mittlerweile haben sie ihren Höhepunkt bereits überschritten, die ersten Eschen blühen und die Birkenblüte steht unmittelbar bevor. „Bleibt das frühlingshafte Wetter stabil, wird die Birke in den nächsten Tagen beginnen, ihre Pollen freizusetzen. Die Menge an Pollen wird aber durchschnittlich sein“, gibt Katharina Bastl vom Österreichischen Pollenwarndienst der MedUni Wien einen ersten Ausblick. Dennoch kann die Belastung hoch sein. Nämlich dann, wenn der Pollenflug schlagartig einsetzt. Bastl erklärt: „Beginnt die Saison sehr plötzlich, wird sie als stärker wahrgenommen. Steigt die Pollenkonzentration langsam an, kann sich der Körper offensichtlich besser auf die Belastung einstellen.“
 

Pollen-App 4.0: tägliche Belastung im Umkreis, persönlicher Countdown


Der Österreichische Pollenwarndienst der MedUni Wien bringt AllergikerInnen seit fast vier Jahrzehnten besser durch die Pollensaison. Die Informationen sind wissenschaftlich fundiert, verständlich aufbereitet, stets aktuell, kostenlos und inzwischen sogar auf den individuellen Bedarf zugeschnitten. Mit der Pollen-App wurde die Pollenwarnung mobil. Die mehr als 140.000 Nutzer und Nutzerinnen haben damit einen raschen Überblick, wo und in welchem Ausmaß „ihre“ Allergie-Auslöser gerade in der Luft sind. „Neu in der App sind die detaillierten Blühzeiten und ein Countdown bis zum Saisonstart“, so Uwe E. Berger, Leiter des Pollenwarndienstes. „Dazu gibt es Infos zur durchschnittlichen Tagesbelastung für den aktuellen Standort. Angezeigt wird die Stärke der Beschwerden, die derzeit von den Benutzern der App gemeldet werden.“

Um diese personalisierten Dienste nutzen zu können, müssen die Beschwerden regelmäßig ins „Pollentagebuch“ eingetragen werden – erreichbar über die App oder www.pollentagebuch.at. Berger: „Je genauer und regelmäßiger die Symptomdaten eingetragen werden, umso treffsicherer kann daraus eine persönliche Prognose berechnet werden.“
 

Den Pollen entkommen ist Basis der Therapie

Das Behandlungskonzept einer Pollenallergie klingt einfach und im Grunde ist es das auch: „Allergie-Auslösern aus dem Weg gehen und dem Immunsystem klarmachen, dass sie ohnehin harmlos sind.
Passiert beides konsequent und frühzeitig, sind die Beschwerden schon recht bald erträglich oder gar ganz weg“, bringt es Reinhart Jarisch vom Floridsdorfer Allergiezentrum auf den Punkt. Mithilfe des Pollenwarndienstes kann der Kontakt mit den Pollen auf ein erträgliches Minimum reduziert werden. „Informationsdienste wie der Österreichische Pollenwarndienst oder die Informationsplattform IGAV sind für Allergiker, aber auch für uns Ärzte äußerst wertvoll, da sie Verständnis für die allergische Erkrankung schaffen und verhindern, dass Patienten falsch vorinformiert zum Arzt kommen.“

 

  • Datum 24.03.2015
  • Autor Medizinische Universität Wien / IGAV – Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung

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