Prostatakrebs – Frühdiagnose kann Leben retten

Prostatakrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Männern. Pro Jahr wird bei mehr als 4.500 Männern in Österreich diese Krebsform diagnostiziert. Frühe Diagnosen sowie maßgeschneiderte und individuelle Therapien führen zu immer besseren Behandlungsergebnissen.

„Vorsorgeuntersuchungen für Männer über 45 Jahren sind außerordentlich wichtig“, betont Univ. Doz. Dr. Clemens Brössner, Primarius der Urologischen Abteilung im Krankenhaus Göttlicher Heiland. Gelegenheit dazu bietet der Männergesundheitsabend am Dienstag, 4. Oktober 2016 um 17 Uhr im Krankenhaus Göttlicher Heiland. Neben einem kostenlosen PSA-Test stehen die Urologen für Fragen rund um die Vorsteherdrüse zur Verfügung.

Früherkennung durch PSA-Wert und Prostate Health Index (phi)

„Der PSA-Wert ist ein Tumormarker, der sich mit einem einfachen Bluttest ermitteln lässt“, erläutert OA Dr. Stefan Schmidt, Facharzt der Urologie. Im Krankenhaus Göttlicher Heiland wird bei auffälligen Werten auch der phi-Wert (Gesundheitsindex der Prostata) bestimmt. Dieser zeigt ein eventuelles Krebsrisiko noch sensitiver an und wird bei unklaren Fällen angewandt. Diese nicht-invasive Untersuchungsmethode zur Früherkennung kann eine Prostata-Biopsie ersparen.

Kaum Beschwerden im Vorfeld

Prostatakrebs ist besonders heimtückisch, da er erst sehr spät, also in fortgeschrittenem Stadium, Probleme verursacht. Anzeichen, dass mit der Vorsteherdrüse nicht alles in Ordnung ist, können Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Urinieren sein. Spätestens in diesen Fällen sollte eine genaue Abklärung der Ursache rasch erfolgen. Der frühe, gut behandelbare Prostatakrebs macht in der Regel überhaupt keine Beschwerden. Doz. Brössner weist darauf hin: „Diese Krebsform hat gute Heilungschancen, wenn man sie rechtzeitig erkennt und entsprechend behandelt!“ Eine erste Abklärung, ob es sich tatsächlich um eine bösartige Veränderung handelt, erfolgt in der Urologischen Ambulanz oder bei einem niedergelassenen Urologen.


Informationsabend am 4. Oktober 2016

Am Dienstag, 4. Oktober können Interessierte kostenlos ihren PSA-Wert im Krankenhaus Göttlicher Heiland, Wien 17., Dornbacher Straße 20, bestimmen lassen. Die Blutabnahme findet zwischen 17 und 18 Uhr statt. Im Anschluss informieren die Urologen des Krankenhauses über aktuelle Themen der Urologie und spezifische Männerkrankheiten. Das Team steht auch gerne für Fragen zur Verfügung. Für eine Teilnahme ist die Anmeldung unter der Tel.: 01/400 88-9204 oder urologie@khgh.at unbedingt erforderlich!
 

  • Datum 30.08.2016
  • Autor Mag. Sigrid Kern | Krankenhaus Göttlicher Heiland GmbH

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Gewürze aus der Apotheke

Schon vor Jahrhunderten waren mühe- und gefahrenvolle Handelswege erkundet worden, um aus dem Morgenland Gewürze jeglicher Art zu holen. Diese »Aromen« waren so heiß begehrt, dass Europas Seefahrernationen im Fernen Osten untereinander Kriege austrugen, um damit die Herrschaft über den Gewürzanbau vor Ort und den Gewürzhandel zu erringen.

hier weiterlesen


Hohes Risiko im Winter für Verbrennungsunfälle bei Kindern

Die kalten Wintermonate sind die Hochrisikozeit für Verbrennungs- und Verbrühungsunfälle von Kindern. Allein im Jänner müssen in Österreich pro Tag rund zehn Kleinkinder unter vier Jahren wegen derartiger Verletzungen ins Krankenhaus.

hier weiterlesen


Lungenkrebs: Vermeidbare Tragödie

"Der Lungenkrebs ist der wichtigste Krebs weltweit. Er ist eine vermeidbare Tragödie", sagt Robert Pirker, Wiener Lungenkarzinomspezialist. "Global erkranken pro Jahr rund 1,8 Millionen Menschen an einem Lungenkarzinom.."

hier weiterlesen


Influenza: Gefahr für Mutter und Kind
Impfung

Influenza: Gefahr für Mutter und Kind

In der Schwangerschaft an einer „echten“ Grippe zu erkranken kann das Leben von Mutter und Kind gefährden. Aber auch bei Klein- und Schulkindern ist mit einer Influenza-Infektion nicht zu spaßen.

hier weiterlesen


Mit Arzneipflanzen Erkältungssymptome lindern

Insbesondere in der kalten Jahreszeit steigt die Häufigkeit von – zumeist viral bedingten – Erkältungskrankheiten. Nach wie vor werden oft Antibiotika verordnet, obwohl pflanzliche Arzneimittel eine wirksame und sichere Alternative wären .

hier weiterlesen


Ungewissheit, die krank macht

Wer seinen Arbeitsplatz als unsicher empfindet oder von unfreiwilliger Umgestaltung bedroht sieht, kann darunter leiden wie unter einer körperlichen Krankheit. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie hin.

hier weiterlesen