Nichtraucherschutz: Gute Vorsätze noch 2015 umsetzen

Rauchfreie Lokale sollen so schnell wie möglich Wirklichkeit werden. Eine Anhebung der österreichischen Gesetzgebung auf EU Niveau sei längst überfällig, so der Verband der pharmazeutischen Industrie (Pharmig).

"Diesen Neujahrsvorsatz soll die Regierung so schnell wie möglich realisieren", fordert Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig, aus Anlass der offenkundigen Einhelligkeit von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser zum verbesserten Nichtraucherschutz in Österreichs Lokalen.

Huber betonte, dass eine Anhebung der österreichischen Gesetzgebung auf EU Niveau längst überfällig sei. Wenn Vizekanzler und Gesundheitsministerin hier einer Meinung sind, stünde einer schnellen Gesetzeswerdung doch nichts und niemand mehr im Wege, so Huber und wiederholt seine Forderung aus dem Sommer 2014: "Eine einmalige Sonderabschreibung für die Wirte, deren finanzielle Aufwendungen aus Umbaumaßnahmen noch nicht gedeckt sind, wahrt den Vertrauensschutz und die Rechtssicherheit. Die Mindereinnahmen in diesem Bereich sind vernachlässigbar, angesichts der horrenden Kosten, die dem Gesundheitssystem aus den Folgen des Nikotinmissbrauchs erwachsen."

Im europäischen Vergleich liegt Österreich laut einer Studie (Tobacco Control Scale 2013), die das Engagement für weniger Tabakkonsum in 34 Ländern vergleicht, an letzter Stelle - und das konstant seit 2007. "Österreichs Jugendliche sind Spitzenreiter beim Rauchverhalten, der Konnex zum laschen Rauchverbot liegt auf der Hand. Es ist bedauerlich, dass erst der Todesfall eines prominenten Journalisten die möglichen Konsequenzen ins öffentliche Bewusstsein ruft", so Huber.

Die pharmazeutische Industrie unterstützt seit Jahren die Bemühungen, den Tabakkonsum einzudämmen. "Wir erweisen uns daher nicht nur in der Medizin als engagierte Partnerin, sondern auch in der Prävention -denn Erkrankungen, die vermieden werden können, müssen später nicht behandelt werden."