Generelles Rauchverbot ab 2018

Seit dem heutigen Freitag ist es fix: Ab Mai 2018 ist das Rauchen in der Gastronomie Geschichte. Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) präsentierten bei einer Pressekonferenz in Wien den entsprechenden Gesetzesentwurf, der noch am selben Tag in die Begutachtung gehen soll.

„Das ist ein Durchbruch im Nichtraucherschutz“, begrüßt Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg, Initiator der ExpertInnen-Initiative DON’T SMOKE, den heute veröffentlichten Entwurf für die Novelle des  Tabakgesetzes. „Mit diesem konkreten Vorschlag ist der erste große Schritt gemacht. Nun geht es darum, nicht auf den letzten Metern stehen zu bleiben, sondern sinnbildlich den Ball im Tor zu versenken.“

„Wir freuen uns, dass es in so kurzer Zeit gelungen ist, das Thema wieder in Diskussion zu bringen und sogar eine tatsächliche Veränderung einzuleiten“, so Samonigg, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie (OeGHO) und Leiter der Klinischen Abteilung für Onkologie LKH am Universitätsklinikum Graz. Er hatte gemeinsam mit zahlreichen Mitstreitern im September letzten Jahres DON’T SMOKE begründet. „Sehr bedauerlich ist allerdings der späte Zeitpunkt der Umsetzung.“ Und er appelliert an alle Beteiligten, „eine Europa-Standard-gemäße Regelung im Gesetzgebungsprozess zu beschleunigen. Ein effektiver Nichtraucherschutz darf nicht erst 2018 Wirklichkeit werden.“

Appell: Nichtraucherschutz schon vor 2018 verwirklichen

„Mein Dank gilt den politischen Entscheidungsträgern, den vielen medizinischen Fachgesellschaften, universitären Institutionen, Unternehmen, öffentlichen Stellen und den Prominenten, die uns mit ihrer Stimme zu Aufmerksamkeit verholfen haben. Besonders zu erwähnen sind dabei die  Nationalratspräsidentin sowie die große Zahl der Regierungsmitglieder, die sich zu DON’T SMOKE deklariert haben. Und nicht vergessen darf man auf die über 33.000 Unterstützer, die sich für dieses Anliegen eingesetzt und auch die Hürde der Unterschriftsverifizierung auf sich genommen haben“, betont Samonigg.

„Weiterer Wermutstropfen: Beim Jugendschutz sind wir noch nicht am Ziel. Denn die Anhebung der Altersgrenze von 16 auf 18 Jahre für den Kauf und Konsum von Tabakwaren konnte bislang nicht durchgesetzt werden“, bedauert der DON’T SMOKE-Initiator. „Der Jugendschutz ist Landessache. Und einzelne Länder haben auch schon ihre Bereitschaft zu einer Veränderung signalisiert. Aber eine österreichweite Lösung ist noch nicht in Sicht.“

Don't smoke

zurück