20 Jahre Österreichische Rheumaliga

Information, Erfahrungsaustausch, Tipps und Tricks von Betroffenen für Betroffene – Vor 20 Jahren, am 14. Oktober 1994 wurde der Verein „ÖRL- Österreichische Rheumaliga“ gegründet.

Rheumatische Beschwerden schränken den Lebensstil stark ein

Die Idee war eine Kommunikationsbasis von Betroffenen und Angehörigen einerseits und den rheumatologisch tätigen Ärzten auf der anderen Seite zu gründen.
Zuerst war die Rheumaliga nur in der Bundeshauptstadt ansässig. Bald zeigte sich, dass es wichtig ist, sich in allen Bundesländern zu etablieren und Landesgruppen zu schaffen. Um die Öffentlichkeit für dieses Rheumathema zu sensibilisieren, wurden ab 2001 die Rheumatage ins Leben gerufen, wobei Fortbildung und Informationstage für Patienten auf der einen Seite und ärztliche Fortbildung für den niedergelassenen Arzt auf der anderen Seite zusammen als Fortbildungsveranstaltung konzipiert wurden.

 

Von Betroffenen für Betroffene

Die 1. Patientenvertreterin war Daniela Loisl aus Oberösterreich, die mit unermüdlichem Engagement und großen Zeiteinsatz ein österreichweites Netzwerk aufbaute. Am 9. Oktober 2010 wurde die Salzburgerin Gertraud Schaffer zur Präsidentin der Österreichischen Rheumaliga gewählt.
„Zu unserem Zielen gehört auch weiterhin, das Bewusstsein für Menschen mit Muskel-Skelett-Erkrankungen in unserer Gesellschaft zu erhöhen und die Gesellschaft für das Thema Rheuma zu sensibilisieren. Vor allem möchten wir Betroffene ermutigen – sie sind nicht allein – und verantwortlichen Entscheidungsträgern und Politikern Probleme aufzeigen: Es gibt viel zu wenige Rheumatologen und Rheumaambulanzen in Österreich. Die Wartezeiten in den Rheumaambulanzen sind sehr lange. Außerdem fehlt eine spezielle Kinderklinik für rheumatische Erkrankungen. Wir fordern deshalb mehr universitäre Lehrstühle.“

Das Angebot der Rheumaliga

Die ÖRL besteht derzeit aus drei Landesgruppen und 22 Selbsthilfegruppen. In den regelmäßigen monatlichen Treffen legen wir sehr viel Wert auf Bewegung. Fast in allen Gruppen wird wöchentlich Rheumagymnastik und Unterwassertherapie angeboten. Ausflüge, Wandern, Rad fahren oder Tanzen sind weitere Aktivitäten, die von Gruppe zu Gruppe verschieden sind. Außerdem gibt es österreichweite Informationstage, Rheumatage sowie Tage der offenen Tür.