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Die Ringelblume

Aus den hell leuchtenden Blütenköpfen der Ringelblume (Calendula officinalis) wird eines der gebräuchlichsten Hausmittel bei Hauterkrankungen gewonnen – die Ringelblumensalbe. Seit Jahrhunderten in Gebrauch hat diese bis heute einen festen Platz in der Behandlung schlecht heilender Wunden.

Wohltat für die Haut

In der Klostermedizin ist die Ringelblume seit langem eine hochgeschätzte Heilpflanze. So war die Äbtissin und berühmte Kräuterbuchautorin Hildegard von Bingen eine der ersten, die vor etwa 900
Jahren die Ringelblume als Heilmittel bei Hauterkrankungen beschrieben hatte.

Heutzutage wird Ringelblume von den Fachgremien als Salbe, Tinktur oder als Tee bei schlecht heilenden Wunden und bei entzündeter Mund- und Rachenschleimhaut empfohlen. Dabei sind es vor
allem die in den Blüten vorkommenden Flavonoide und das ätherische Öl, die durch keimhemmende Effekte eine Infektion der Wunde unterbinden. Gleichzeitig beschleunigen diese die Regeneration der Haut,indem sie die Neubildung von Zellen stimulieren und die Reifung der Zellen förden. In klinischen Tests zeigte sich sogar ein positiver Nutzen bei Verbrennungen ersten und zweiten Grades. Auch in der Altenpflege bei dem schlecht heilenden Unterschenkelgeschwür (Ulcus cruris), dem sogenannten offenen Bein, zeigt die Ringelblumensalbe Wirkung.
 

In vielen Haushalten wird dieses altbewährte Hausmittel bis heute mit Olivenöl und Bienenwachs in Eigenregie hergestellt. Wer sich diese Arbeitsschritte ersparen möchte, bekommt die Ringelblumensalbe in Arzneibuchqualität in seiner Apotheke. In der Volksheilkunde Österreichs wird Ringelblumentee auch als Heilmittel bei krampfartigen Magenschmerzen und Husten empfohlen. Hierzu konnten allerdings noch keine wissenschaftlichen Untersuchungen erfolgreich abgeschlossen werden.
Ringelblume und deren Zubereitungen sind im Allgemeinen sehr gut verträglich und auch für Kinder geeignet. Einzig Allergiker auf Korbblütler sollten Ringelblume meiden.

  • Datum 25.08.2014
  • Autor von Mag. pharm. Arnold Achmüller