Tipps für einen starken Rücken

85 Prozent aller Menschen haben irgendwann im Leben Rückenbeschwerden, gerade weil der Mensch des 21. Jahrhunderts zu viel sitzt, sich weniger als seine Vorgänger bewegt, unregelmäßig und nicht ausgewogen isst und beruflich wie privat oft unter Strom steht. Regelmäßige Bewegung, wie z. B. schwimmen, Rad fahren oder einfach nur spazieren gehen, kräftigt den Rücken, beugt Schmerzen vor und ist der erste Schritt zu einem gesunden Rücken.

Damit es gar nicht erst zu Rückenschmerzen kommt, empfehlen Experten eine kontinuierliche Stärkung der Rücken- und Bauchmuskulatur. Zusammen bilden diese Muskeln eine Art natürliches Korsett, das die Wirbelsäule stärkt. Regelmäßige Workouts, Training an Geräten und auch Entspannungsmethoden wie Yoga oder Pilates unterstützen gezielt den Aufbau der Muskulatur.

Aber auch kleine Übungen zwischen durch – z. B. am Schreibtisch – sind gut für den Rücken und die gesamte Muskulatur. „Aktives Sitzen“ heißt das Zauberwort. „Harte Hocker und Stühle mit einer beweglichen Sitzfläche, wie z. B. ein Pezziball, gefallen dem Rücken,“ erklärt Dr. Martin Marianowicz. Immer wieder mal ein paar Schritte gehen tut dem Rücken gut. Warum also nicht während des Telefonierens umherlaufen? Idealerweise steht man alle 60 Minuten für 10 Minuten auf und läuft ein Stück, aber auch Dehnübungen, wie zum Beispiel ein fiktives „Nach-den-Sternen-greifen“, helfen, den Rücken zu entlasten.


Ernährung und Flüssigkeitszufuhr wichtig

Eine bewusste Ernährung, die reich an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen ist, sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von zweieinhalb bis drei Litern täglich runden das persönliche Rücken-Wohlfühlprogramm ab. Wasser führt der Wirbelsäule Nährstoffe zu und hält die Bandscheiben prall – die Flüssigkeit wirkt also wie ein natürlicher Stoßdämpfer und schützt den Rücken so vor Belastungen.


Multimodale Schmerztherapie bei Diagnose Rücken

Treten doch Rückenschmerzen auf, sollte man diese nicht nur mechanisch betrachten. Bei der multimodalen Schmerztherapie kommen Orthopäden, Neurologen, Radiologen, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Bewegungsanalytiker aber auch alternative Therapeuten wie TCM-Spezialisten zum Einsatz, um einen Patienten ganzheitlich behandeln zu können.
 

  • Datum 11.03.2016
  • Autor Romy Cutillo | public star

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