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Schlaf, Blähungen, Zahnen

Die erste Zeit mit einem Neugeborenen ist überwältigend, in vielerlei Hinsicht. Alles ist neu und man muss sich erst an die veränderte Situation gewöhnen. Viele Fragen beschäftigen die frisch gebackenen Eltern, ob zum Schlafen, zum Stillen oder zum Zahnen, alles ist noch neu und will erst gelernt werden. In Ihrer Apotheke erhalten Sie wertvolle Tipps rund ums Baby.

Rund ums Baby

Schlaf

Müde, aber glücklich, das beschreibt wohl am ehesten den Gesichtsausdruck, an dem man frischgebackene Eltern meist erkennt. Und damit wären wir gleich bei dem Punkt, der die meisten Eltern über viele Monate oder sogar Jahre hinweg begleiten wird, das Schlafverhalten der lieben Kleinen. Neugeborene schlafen etwa 17 bis 18 Stunden, in den folgenden Monaten dann etwa 15 Stunden. Allerdings nicht in einem Stück, sondern vor allem am Anfang immer nur 3 bis 4 Stunden, und das nicht nur untertags, sondern auch in der Nacht, da sie ja den Unterscheid zwischen Tag und Nacht noch nicht kennen. Außerdem müssen Babys anfänglich auch noch alle paar Stunden gestillt oder gefüttert werden, auch nachts, was für viele Eltern sehr ermüdend sein kann. Babys haben noch einen sehr leichten Schlaf mit vielen REM-Phasen, was für die Entwicklung notwendig ist. Umstände, dies das Schlafen für das Baby nicht immer ganz einfach machen. Um ihrem Baby den Unterschied zwischen Tag und Nacht langsam beizubringen hilft es, ihm zu zeigen, dass in der Nacht nicht gespielt wird. Sprechen Sie nur leise und dämpfen Sie das Licht. Lassen Sie hingegen untertags ruhig auch Alltagsgeräusche zu (Radio, Waschmaschine,…), lassen Sie Licht in die Wohnung und spielen Sie mit Ihrem Baby, wenn es wach ist.

Manche Babys können schon bald alleine einschlafen, wenn man sie in ihr Bettchen legt, andere hingegen brauchen dazu auch noch nach Monaten Ihre Körpernähe. Das ist auch vollkommen in Ordnung, wenn es auch für Sie so passt. Lassen Sie sich von Ihrer Umgebung kein schlechtes Gewissen machen, Sie wissen am besten, was für Sie und Ihr Baby notwendig ist!

Für viele Babys ist es aber auch nach Monaten noch sehr schwer, in den Schlaf zu finden. In Ihrer Apotheke gibt es eine Reihe von Hilfsmitteln, mit denen Sie Babys Schlaf fördern können.

  • Eine Massage mit Mandelöl wird Ihr Baby entspannen und pflegt gleichzeitig Babys Haut. Je nach Belieben kann man einen Tropfen Lavendelöl oder Mandarinenöl zur Beruhigung dazugeben.
  • Auch ein Bad mit ätherischen Ölen kann kleine Wunder wirken. Rose, Sandelholz, Mandarine oder Vanille bieten sich für Babys an. 

Vorsicht, nicht alle ätherischen Öle eignen sich zur Anwendung bei Babys! Lassen Sie sich dazu gerne in Ihrer Apotheke beraten!

 

Blähungen

Häufig plagen Blähungen die Kleinen, vor allem in den ersten drei Monaten sind sehr viele Babys betroffen. Manchmal können Lebensmittel, die die stillende Mutter zu sich nimmt ein Grund sein: meiden Sie in einem solchen Fall stark blähende Lebensmittel wie Linsen, Bohnen, Sauerkraut oder Zwiebel. Oftmals ist aber keine Ursache auszumachen, dann können Sie nur versuchen, Babys Leiden etwas zu lindern:

  • Nach dem Trinken sollte das Baby aufstoßen, um eventuell geschluckte Luft gleich wieder loszuwerden.
  • Der „Fliegergriff“ kann helfen, wenn das Baby bereits Blähungen hat
  • Eine Bauchmassage mit ätherischen Ölen wie Kamille, Kardamom und Majoran entspannt und lindert Blähungen.
  • Stilltee aus Fenchel, Anis und Kümmel für die stillende Mutter beugt Blähungen vor.
  • Fencheltee für das Baby lindert Blähungen und Krämpfe.
  • Kümmelzäpfchen werden bei Verdauungsschwäche mit Blähungen und Neigung zu Bauchkrämpfen sowie damit zusammenhängenden Unruhezuständen und Schlafstörungen eingesetzt. Für Säuglinge gilt: Maximal 3x täglich ein halbes Zäpfchen.
  • Simeticon: Tropfen mit Simeticon lindern Blähungen indem sie die Bildung von Gasblasen im Magen-Darm-Bereich verhindern. Die Tropfen werde entweder auf die Brust der stillenden Mutter oder direkt in die Flaschennahrung gegeben.

 

Zahnen

Das Zahnen ist neben dem Schlaf des Babys ein Thema, das Eltern häufig beschäftigt, weil damit sehr oft durchwachte Nächte und anstrengende Tage verbunden sind, wenn das Kind viel weint. Wann die ersten Zähne durchbrechen ist von Kind zu Kind unterschiedlich, generell sind Kinder dann aber gereizter als sonst und weinen häufig. Manchmal kommt es zu leichten Stuhlveränderungen oder Durchfall. Wenn Kinder beim Zahnen manchmal Fieber bekommen, liegt das an der höheren Infektanfälligkeit während des Zahnens.

So können Sie Ihrem Kind helfen:

  • Gekühlte Beißringe lindern vorübergehend die Schmerzen.
  • Veilchenwurzel: Beim Kauen an der Wurzel, die an einem Bändchen befestigt ist, um ein Verschlucken zu verhindern, werden schmerzlindernde Stoffe freigesetzt, die Babys Beschwerden lindern. Aus hygienischen Gründen sollte das Wurzelstück regelmäßig in kochendes Wasser gelegt werden, um Keime abzutöten.
  • Zahnungsgele: diverse Zahnungsgele mit ätherischem Kamillen- und Nelkenöl bessern Reizungen der Mundschleimhaut. Sie können mehrmals täglich angewendet werden. Gele, die ein Lokalanästhetikum enthalten dürfen nur sehr sparsam und maximal 3 x täglich verwendet werden.
  • Homöopathie: Zäpfchen oder Globuli mit Chamomilla helfen gegen Unruhezustände beim Zahnen.

Vermeiden Sie es, Ihrem Baby Karottenstücke oder Brotrinden zum Kauen zu geben, wenn es noch sehr klein ist. Die Gefahr des Verschluckens ist zu groß.

  • Datum 09.04.2014
  • Autor Mag. pharm. Barbara Verdino