Du schläfst, wie du isst

Was man isst, bestimmt offenbar auch, wie gut man schläft. Zu diesem Schluss kamen US-Forscher in einer im "Journal of Clinical Sleep Medicine" veröffentlichten Studie.

Die Wissenschaftler der Columbia University in New York bezogen 26 gesunde, normalgewichtige Erwachsene (13 Männer, 13 Frauen) mit einem Durchschnittsalter von 35 Jahren in die Studie ein. Die Probanden verbrachten fünf aufeinanderfolgende Nächte in einem Schlaflabor. Die ersten vier Tage erhielten sie von einem Ernährungsexperten zusammengestellte, gesunde Nahrung, am letzten Tag konnten sie sich ihre Speisen selbst aussuchen. Die Schlafdaten wurden via Polysomnografie in der dritten Nacht und in der fünften Nacht erhoben.
 
Wie sich zeigte, führte die kontrollierte Essenszufuhr mit vielen Ballaststoffen dazu, dass die Teilnehmer mehr Zeit in den erholsamen Tiefschlafphasen verbrachten. Nahmen sie mehr gesättigte Fette zu sich, waren die Tiefschlafphasen verkürzt. Eine höhere Zuckerzufuhr war mit häufigerem Erwachen verbunden.
 
Zudem stellten die Forscher fest, dass die Probanden nach den fix zusammengestellten Speisen schneller einschliefen als nachdem sie Lebensmittel ihrer Wahl gegessen hatten. Im Durchschnitt brauchten sie nach den vom Ernährungsspezialisten ausgesuchten Mahlzeiten 17 Minuten bis zum Einschlafen, nach den selbst gewählten jedoch 29 Minuten.
 
"Unser Hauptergebnis war, dass die Ernährungsqualität die Schlafqualität beeinflusst", fasste Erstautorin Marie-Pierre St-Onge zusammen. "Am meisten überrascht hat, dass ein einzelner Tag mit höherer Fett- und geringerer Ballaststoffzufuhr die Schlafparameter beeinflussen konnte."
 
 Journal of Clinical Sleep Medicine (abstract)
 

 

  • Datum 19.01.2016
  • Autor Journal of Clinical Sleep Medicine (abstract)

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