Schlaflosigkeit macht schmerzempfindlicher

Wer Schmerzen hat, der schläft schlecht. Andererseits macht Schlaflosigkeit schmerzempfindlicher. Schmerzen und schlechter Schlaf könnten sich, wie bei einem Teufelskreis wechselseitig verstärken. Das ergab eine Meta-Analyse von Studien der Donau-Universität Krems.

Der Zusammenhang zwischen Schlafqualität und chronischem Schmerz ist in der Forschung seit langem bekannt. Sowohl die Schlafdauer, als auch die Schlafqualität – beispielsweise Schlafunterbrechungen – beeinflussen die Schmerzintensität. Wie Studien zeigen, erhöht eine Schlafdauer unter sechs Stunden die Stärke von Schmerzen am Folgetag. Viele Studien belegen dabei eine Wechselwirkung: Chronische Schmerzen stören den Schlaf, umgekehrt erhöht geringe Schlafqualität die Wahrnehmung von Schmerzen. Unklar war bisher das Ausmaß, in dem Schlafmangel die Schmerzwahrnehmung erhöht.

 

Besserer Schlaf als Beitrag zur Linderung chronischer Schmerzen

Wie die Analyse im Detail zeigt, verändert Schlaflosigkeit sowohl das Schmerzempfinden als auch die Schmerzschwelle. Das Ergebnis legt daher nahe, dass PatientInnen mit chronischen Schmerzen, die auch unter Schlaflosigkeit leiden, von therapeutischen Maßnahmen zur Verbesserung der Schlafqualität profitieren könnten. Laut der AutorInnen sollten zukünftige Studien die klinische Bedeutung des Ergebnisses klären.
 

Über die Studie

Für die Untersuchung wurden fünf Studien mit N=190 ProbandInnen zur Analyse zwischen Untersuchungsgruppen und zehn Studien untersucht.

  • Datum 15.12.2015
  • Autor Zentrum für Psychosomatische Medizin und Supervision

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Die Apotheke ist weiblich

Die Apothekerin, die Aspirantin, die Pharmazeutisch-kaufmännische Assistentin: Die 1.380 österreichischen Apotheken sind in der Hand von Frauen. 90 Prozent aller 16.000 Beschäftigten sind weiblich und das bis hinauf in die Chefetagen, denn jede zweite Apotheke wird bereits von einer Frau geführt.

hier weiterlesen


Hallux valgus: Vorsicht vor Folgeschäden!

Anfangs spürt man es nur in schmalen High Heels: den schmerzhaften Druck aufs Großzehengrundgelenk oder auf einen der kleinen Zehen. Schon jede dritte 20-Jährige zeigt Ansätze eines Hallux valgus. Aber irgendwann schmerzen nicht nur High Heels, sondern auch Sportschuhe...

hier weiterlesen


Burgenland impft gegen Meningokokken B-Erkrankung

Eine gemeinsame Kampagne der Burgenländischen Landesregierung, der Ärztekammer, der Apothekerkammer und GlaxoSmithKline Pharma GmbH macht auf die Gefährlichkeit der Meningokokken B - Erkrankung aufmerksam.

hier weiterlesen


Winterpollen im Anflug

Augenjucken und eine tropfende Nase – in den meisten Fällen werden solche Symptome als Erkältung abgetan, dies ist jedoch nicht immer der Fall. Denn was die wenigsten wissen: Auch im Winter können Pollen für Allergiebeschwerden sorgen und für Betroffene unangenehm sein.

hier weiterlesen


Mutterkraut ist Arzneipflanze 2017

Die Wissenschaft gewinnt ständig neue Erkenntnisse über Wirkstoffe und positive Effekte traditioneller Heilpflanzen. Zur Arzneipflanze 2017 wurde Mutterkraut gekürt. Diese traditionelle Heilpflanze zeichnet sich durch gute Wirksamkeit und ausgezeichnete Verträglichkeit in der vorbeugenden Behandlung von Migräne aus.

hier weiterlesen


Schwere Arbeit mindert möglicherweise die Fruchtbarkeit

Schwere körperliche Arbeit und nächtliche Schichtarbeit beeinträchtigen die Eizellenqualität und -zahl von Frauen und damit womöglich ihre Fruchtbarkeit. Besonders ausgeprägt sei dieser Effekt bei übergewichtigen und älteren Frauen, berichten US-Forscher.

hier weiterlesen