Welt-Schlaganfall-Tag am 29. Oktober

In Österreich erleiden zwei Menschen pro Stunde einen Schlaganfall. Der Schlaganfall ist die zweithäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für eine bleibende Behinderung. Dabei wäre die Prävention so einfach.

Risikofaktoren – Der Weg zum Schlaganfall

Zu den wichtigsten Schlaganfall-Risikofaktoren zählen: Hoher Blutdruck, Rauchen, Fettstoffwechselstörungen (erhöhte Cholesterinwerte), Diabetes, übermäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, Übergewicht, übermäßiger Stress, bestimmte Herzerkrankungen.

Nach einem Schlaganfall beginnt die Uhr zu ticken

Wer schnell im Krankenhaus ist, kann von vielen belastenden Folgen wie Lähmungen, Gehirnschäden und Depressionen verschont bleiben, so das Expertenresüme vom Welt-Schlaganfall-Kongress im Oktober 2006 in Kapstadt. Im Rahmen dieses Kongresses wurde der 29. Oktober offiziell zum „Welt-Schlaganfall-Tag“ erklärt. Dieser Tag soll daran erinnern, wie wichtig es ist, die ersten Anzeichen eines Schlaganfalls zu erkennen und rasch zu handeln.

Denn beim Schlaganfall gilt: „Time is brain.“ Die Möglichkeit der Thrombolyse hat hier wesentliche Behandlungsverbesserungen gebracht. Bislang galt ein Zeitfenster von 3 Stunden als Standard, innerhalb dessen eine Behandlung erfolgen muss, damit sie mehr Nutzen als Risiken bringt. Neuere Daten zeigen, dass dieses Zeitfenster offenbar auf 4,5 Stunden ausgeweitet werden kann. Doch trotz dieser neuen Einsichten sei rasches Handeln in jedem Fall angesagt. Die Therapie sollte immer so früh wie möglich einsetzen, denn je rascher sie angewendet wird, umso wirksamer ist sie.

Nehmen Sie Alarmsignale ernst!

Das Tückische am Schlaganfall: Betroffene haben meist keine Schmerzen – daher wird die Gefahr oft unterschätzt. Umso mehr muss auf die typischen Anzeichen geachtet werden:

  • Halbseitige Schwäche: Es können eine ganze Körperhälfte – zum Beispiel Gesicht, Arm oder Bein – oder Teile betroffen sein. Die Schwäche (Lähmung) kann leichtgradig oder schwer ausgeprägt sein.
  • Halbseitige Gefühlsstörungen: Es können wieder eine ganze Körperhälfte oder Teile davon betroffen sein. Meist werden diese als taub empfunden, Berührung wird nicht bemerkt.
  • Sprachstörungen: Die Sprache von Betroffenen ist nicht oder nur eingeschränkt verständlich. Umgekehrt können die Betroffenen auch selbst Schwierigkeiten haben Gesprochenes zu verstehen. Sie können daher einfache sprachliche Anweisungen oft nicht mehr befolgen.
  • Sehstörungen: Es kommt plötzlich zum Verlust der Sehwahrnehmung in einem Teil des Gesichtsfeldes, eventuell auch zu vorübergehender Blindheit auf einem Auge.


Bei solchen Beschwerden sollten Sie bitte sofort die Rettung (Tel.-Nr. 144) rufen und sich an die nächste Neurologische Abteilung (Stroke Unit) einweisen lassen