shutterstock_152527238.jpg

zurück

Tipps und Tricks gegen den lästigen Schnupfen

Jeder kennt das Phänomen: Kaum wird es kälter, beginnt die Nase zu rinnen. Ein Schnupfen stellt sich ein. Nur jeder Fünfte bleibt bei einer Erkältung zu Hause, eine Ansteckung ist deshalb vorprogrammiert. So unterstützen Sie Ihren Körper dabei, kursierende Viren abzuwehren.

Kampf der Schnupfennase!

Dass uns der Schnupfen (Rhinitis) meist in den kühleren Monaten heimsucht, liegt einerseits – heizungsbedingt – an der trockeneren Raumluft, andererseits am Kontakt mit zahlreichen, bereits infizierten Menschen. Außerdem verringert Kälte die Durchblutung, was unsere Schleimhäute massiv belastet. Ist die Luft trocken, trocknen die Schleimhäute, die sonst vor schädlichen Einflüssen schützen, aus. Viren können sich so bequem einnisten. Die Schleimhäute entzünden sich und sondern
Schleim ab. Eine Virusrhinitis beginnt zunächst als Fließschnupfen, der nach einigen Tagen in den Stockschnupfen übergeht. Das Sekret ist erst dünnflüssig, später zäh. Leiden Sie unter Niesattacken, liegt das daran, dass Ihr Körper versucht, die Schleimhäute zu reinigen. Bleiben diese  »Reinigungsversuche« erfolglos, schwillt die Nase an, was Atmen und Riechen erschwert. Spätestens jetzt sollte die Heilung unterstützt werden, denn ein nicht behandelter Schnupfen kann leicht zu Nebenhöhlen- oder Mittelohrentzündungen führen. Ein gewöhnlicher Schnupfen dauert meist acht bis 10 Tage an. Mühsame Tage, vor allem wenn die Rhinitis den Schlaf beeinträchtigt. Dagegen gibt es Hilfe und Unterstützung Ihres Apothekers!


Die Nasenhaut abschwellen
So genannte alpha-Sympathomimetika dienen dazu, die Nasenschleimhaut abschwellen zu lassen, um so den Sekretabfluss zu ermöglichen. Sie werden in Form von Tropfen, Sprays, Salben oder Gelen angeboten und sollten maximal 5 bis 7 Tage angewendet werden, da bei einem Dauergebrauch die Schnupfenbeschwerden chronisch werden können. Zu den abschwellenden Wirkstoffen zählen Oxymetazolin und Xylometazolin.

Nasennebenhöhlenentzündungen vorbeugen
Sekretolytika bewirken, dass sich das Sekret löst und beugen einer Nasennebenhöhlenentzündung vor. Zu den Sekretolytika zählen die Wirkstoffe Myrtol, Cineol sowie Acetylcystein. Wichtig ist, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, nur so können sich die Wirkstoffe voll entfalten.


Pflanzliche Schleimlöser

Neben Wirkstoffen wie Acetylcystein haben sich hier auch pflanzliche
Schleimlöser bewährt. Pflanzliche Extrakte aus Anis, Thymian, Primel oder Eukalyptus beziehungsweise Sauerampfer, Holunderblüten, Enzian, Schlüsselblume und Eisenkraut erleichtern das Ausscheiden des Sekrets. Vor allem Holunderblüten, Primeln und Eukalyptus haben eine abschwellende Wirkung.


Hilfreiche Tipps zur Behandlung


lNasenspülungen auf Salzbasis verflüssigen den festsitzenden Schleim und reduzieren Entzündungen. Das Salzwasser wird mit einem Nasenloch aufgezogen und wieder ausgeblasen.
lNicht nur bei Husten, auch bei Schnupfen ist Inhalieren eine altbewährte Wohltat. Salz, eventuell Thymiankraut und Salbeiblätter mit kochendem Wasser übergießen, ziehen lassen und anschließend mit Handtuch über dem Kopf die Dämpfe inhalieren. Dexpanthenolhaltige Salben pflegen wunde Nasenflügel und -schleimhäute. lVorbeugend helfen Saunabesuche, Sport, vitaminreiche Ernährung und gegebenenfalls Mikronährstoffpräparate aus Ihrer Apotheke sowie Wechselbäder, Spaziergänge an der frischen Luft und häufiges Händewaschen. Schlafen Sie ausreichend und halten Sie Ihre Füße warm.


Bei Kindern sollte auf ausreichend warme Kleidung geachtet und kontrolliert werden, dass die Haube auch wirklich aufgesetzt wird – sonst ist die Erkältung vorprogrammiert. Erkältungen sind vor
allem für Babys sehr unangenehm, da sie ausschließlich durch die Nase atmen. Diese Beeinträchtigung führt dazu, dass die Kleinen weniger trinken. Keinesfalls darf ein Erwachsenenspray bei einem Kleinkind angewendet werden, diese enthalten zu viel Wirkstoff. In der Apotheke gibt es entsprechend leichtere Nasensprays für Kinder mit schmäleren Sprühaufsätzen. Kochsalzlösungen sind für sie unbedenklich.


Sanftes Schnäuzen
Beim kräftigen Schnäuzen wird der infizierte Schleim nicht nur aus der Nase befördert, er wird auch durch den entstehenden Überdruck in die Nebenhöhlen gepresst. Wichtig ist also, sich nur
gelegentlich und leicht zu schnäuzen. Ein Taschentuch sollte außerdem nur einmal verwendet werden, da ansonsten die Gefahr einer Reinfektion besteht.

  • Datum 01.04.2014
  • Autor CB

Camilla Burstein, Bakk.phil

Email schreiben

Redakteurin,
Kürzel CB

Veröffentlichte Artikel