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So gelingt der Schulbeginn

Der Schulbeginn ist eine Zeit, in der Kinder stark gefordert werden. Nach den ruhigen Sommermonaten müssen Körper und Geist schnell Höchstleistungen erbringen. Ist der Organismus mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, fällt das Lernen einfach leichter. Eine Versorgung mit Mikronährstoffen aus der Apotheke kann ihr Kind sinnvoll unterstützen. Fragen Sie Ihren Apotheker!

Ernährung, Bewegung, Unterstützung

Der erste Schultag

»Jetzt fängt der Ernst des Lebens an.« Vom richtigen Halten der Füllfeder bis zum konsequenten »Stillsitzen «, vom Merken der Hausaufgaben bis hin zum Sozialverhalten in der Pause – alles muss erlernt werden. Die Umstellung ist groß – Kinder brauchen Zuhörer. Manchen fällt es schwer Geschehnisse auszudrücken. Fragen Sie ruhig gezielt nach und vermeiden Sie Ja/Nein- Fragen, zum Beispiel: „Was hast du heute in der Pause gemacht?",  „Wer hat neben dir gesessen?" Mit der großen Schultüte soll Kindern der erste Schultag versüßt werden. Besser für Gesundheit und Zähne wäre es, wenn Eltern ihren Kindern Alternativen zu Süßigkeiten einpacken. Bunte Sticker und witzige Radiergummis sind eine gesundheitsfreundliche Alternative. Für das süße Verlangen eignen sich Obst und Trockenfrüchte oder Vollkornkekse.
Besonders Volksschüler brauchen Energiequellen, um den Schulalltag fit und munter zu bestreiten. In der Schule werden Konzentration und Leistungsstärke stark gefordert. Außerdem haben Kinder im Wachstum einen deutlich erhöhten Vitaminbedarf. Nicht nur der Geist auch die Knochen brauchen Energiespender, damit die Entwicklung der Kinder optimal verläuft. Ein hochwertiges Frühstück und die richtige Jause spielen dabei eine wichtige Rolle.


Die richtige Ernährung

Mit dem Herbst und der Schulzeit beginnt auch die Zeit, in der Kinder viele Nährstoffe und Energie brauchen. Eine gesunde Ernährung liefert dem Gehirn die notwendigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Soja, Nüsse, Hafer, Müsli, Fisch, Dinkel und Äpfel gelten als ideales »Brainfood «. Frisches Obst und Gemüse als Vitaminspender sollten einen Großteil des Speisplans ausmachen. Wer aber zu wenig Vitamine zu sich nimmt, wird schneller müde und hat ein schwächeres Immunsystem. Lernschwächen und Müdigkeit können Anzeichen eines Vitamin B Mangels sein. Bei einem Vitamin C oder E Mangel hingegen ist die Immunabwehr geschwächt – ihr Kind wird schneller krank. Für Kinder dient – genauso wie für Erwachsene – die Ernährungspyramide als Orientierung für eine gesunde Ernährung. Das bedeutet grob gesagt: viel an Getränken und pflanzlichen Lebensmitteln, mäßig tierische Produkte und wenige fette Lebensmittel sowie Süßes. Bereits ein geringes Flüssigkeitsdefizit macht sich durch Müdigkeit und Konzentrationsmangel bemerkbar. Vor allem für Kinder sind mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt ideal. Regelmäßiges Essen ist für Schüler besonders wichtig, da ihre Energiereserven schneller verbraucht sind als die von Erwachsenen.  Um Kinder für gesundes Essen zu begeistern, kann es helfen sie bei der Essenszubereitung mithelfen lassen.

Muntermacher

Wenn Kinder ständig müde sind, ist das meist ein Zeichen von Überforderung. Abzuraten sind dann vor allem von Energydrinks, die jede Menge Zucker und Koffein enthalten. Damit lässt sich die Müdigkeit nicht nachhaltig vertreiben. Besser ist ein Vitaminschub. Wichtig ist auch, die Kinder einmal vom Schreibtisch oder Fernseher wegzulocken. Bewegung und Sport an der frischen Luft sorgen für einen wichtigen Ausgleich zum Schulalltag. Kinder, die sich viel bewegen, können neue Situationen schneller erfassen und sich besser konzentrieren.    


Prüfungsangst

Angst blockiert – in einem entspannten Gehirn fließen die Gehirnströme hingegen ungehindert. Wenn Kinder vor Schularbeiten oder Prüfungen besonders nervös sind, ist es wichtig, die Angst ernst zu nehmen und mit harmlosen Mitteln dagegen anzukämpfen. Bachblüten Notfallbonbons oder homöopathische Tropfen gegen Prüfungsangst können den akuten Stress beseitigen und geben dem Kind zusätzliche Sicherheit. Vielen Kindern hilft es, mit den Eltern zu Hause die Prüfungssituation vorher durchzuspielen.


Schulstress

Überforderte Kinder und Jugendliche reagieren auf den Druck ganz unterschiedlich. Einige sind antriebslos und stehen morgens schwer auf, andere sind introvertiert und traurig. Auch Konzentrationsstörungen, schwächere Leistungen, Reizbarkeit oder Aggressivität sind bei manchen zu beobachten. Die betroffenen Kinder leiden zum Beispiel unter häufigen Kopf- oder Bauchschmerzen, Übelkeit oder Schlafstörungen, ohne dass körperliche Ursachen feststellbar sind. Lassen die Symptome in den Ferien merklich nach, ist die Schule vermutlich der Auslöser des  Unwohlseins. Wichtig: übervolle Terminkalender gehören entschlackt. Halten die Probleme hartnäckig an, ist der Besuch  eines Kinder- bzw. Jugendpsychologen ratsam. Experten sind sich jedoch einig: Kindern fehlt heutzutage oft der gesunde Ausgleich. Anstelle von Fernseher und Computer sollten sie ihre freie Zeit lieber im Freien verbringen.

 

 

Therapeutische Maßnahmen

  • Mikronährstoffe

Mikronährstoffe können eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzen. In Zeiten eines erhöhten Bedarfs ist eine Nahrungsergänzung jedoch eine einfache Möglichkeit die Zufuhr der benötigten Stoffe sicherzustellen.

Mikronährstoffe sind Vitamine (Vitamine A, B, C, D, E und K), Mineralstoffe (wie Magnesium oder Kalzium), Spurenelemente (z. B. Zink, Eisen, Selen und Mangan), sekundäre Pflanzenstoffe (Carotinoide, Flavonoide), essenzielle Fettsäuren und Aminosäuren. Die Einnahme von Mikronährstoffen sollte jedoch nicht unkontrolliert erfolgen, sondern vom Fachmann – dem  Apotheker – zusammengestellt und überwacht werden.

  • Homöopathie:

 

- Nux vomica C12: Für zornige Kinder, die gern streiten und oft Bauchweh haben.

- Calcium carbonicum C12: Für Kinder, die eher rund und bequem sind, zurückgezogen sind und schlecht und ungern lernen (5 Stück einmal täglich, zwei Wochen ab Schulbeginn).

- Calcium phosphoricum C12: Für schlanke, blasse Kinder, die oft zappelig sind (ein- bis zweimal täglich über acht Wochen).

- Acidum picrinicum C12: Für Kinder, die sich schlecht konzentrieren können und in der Nacht (Versagens-)Ängste bekommen. (zweimal täglich vor der Schule).

- Acidum phosphoricum: Wenn Kinder Ängste und Schlafstörungen haben.

- Argentum nitricum: Für  Kinder, die vor Prüfungen großes Lampenfieber haben und die dabei Bauchweh oder Durchfall bekommen.

- Silicea D12: Bei Kinder die Angst vor allem Neuen und vor Misserfolgen haben.

 

  • Schüssler Salze:


Schüssler Nr. 3 Ferrum Phosphoricum: für die Sauerstoffversorgung des Gehirns

Schüssler Nr. 5 Kalium phosphoricum: für mehr Energie und die Bindung von Lecithin für das Gehirn

Schüssler Nr. 6 Kalium sulfuricum: zur Unterstützung der Sauerstoffversorgung für das Zellinnere im Gehirn

Schüssler Nr. 8 Natrium chloratum: für die Erneuerung der Gehirnsäfte

Schüssler Nr. 7 Magnesium phosphoricum: bei Nervosität über die neue Situation. (7-10 Stk. aufgelöst in aufgekochtem Wasser) Zur Entspannung.
 

 


Fragen Sie Ihren Apotheker!



 

  • Datum 03.09.2014
  • Autor CB

Camilla Burstein, Bakk.phil

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