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Was tun bei schweren Beinen?

Nach ausgedehntem Sitzen im Büro oder nach langem Stehen fühlen sich die Beine oft schwer und müde an. Sie sind angeschwollen und weisen deutlich hervortretende Venen auf. Dies kann ein Hinweis darauf sein, dass die Venen nicht mehr richtig funktionieren. Dabei handelt es sich um eine weit verbreitete Krankheit.

Bei schweren Beinen kann der Gang zum Arzt schnelle Abhilfe schaffen

Problematisch daran ist, dass sich diese Venenschwäche langsam entwickelt und unbehandelt allmählich fortschreitet. Frauen sind statistisch gesehen etwas öfter von Venenbeschwerden betroffen als Männer, wobei insgesamt gerade einmal 10 Prozent der Bevölkerung als vollkommen venengesund gelten. Schätzungsweise 60 Prozent weisen minimale Venenerweiterungen auf, die allerdings keinen Krankheitswert haben. Die übrigen 30 Prozent leiden an behandlungsbedürftigen Krampfadern. In jedem Fall empfiehlt sich aber der Gang zum Arzt, um ein eventuelles Risiko ausschließen zu können oder gegebenenfalls rechtzeitig handeln zu können.


Der medizinische Ursprung von „Schwachen Venen“, laienhaft oft als „Krampfadern“ bezeichnet, lässt
sich auf ein Phänomen zurückführen, das als Veneninsuffizienz bekannt ist. Sie entstehen, wenn die Venenklappen nicht mehr richtig schließen und das Blut, anstatt zurück zum Herzen zu fließen, in Richtung Fuß absackt. Für die Schädigung der Venenklappen kommen verschiedene Ursachen in Frage, das Ergebnis ist allerdings immer dasselbe: das Blut in den Beinen staut sich mehr und mehr, Flüssigkeit tritt in das umgebende Gewebe aus, und die Haut wird schlechter mit Nährstoffen versorgt. Erste Anzeichen können müde Beine sein, vor allem dann, wenn viel Zeit im Sitzen oder Stehen zugebracht wurde. Auch leichte Schwellungen der Knöchel am Abend oder an heißen Sommertagen können ein Hinweis auf Veneninsuffizienz sein. Als Risikoursachen für diese Veneninsuffizienz gelten neben Übergewicht und Alter auch eine familiäre Veranlagung und eventuell vorangegangene Thrombosen.


Veneninsuffizienz kann dabei in verschiedenen Schweregraden auftreten – je nachdem in welchem Stadium sich die Insuffizienz befindet, kann teilweise schon durch das Hochlegen der Beine eine Linderung der Beschwerden und eine Verbesserung der Symptome erreicht werden. Bei fortgeschrittener Behandlung jedoch muss der Prozess meist durch die Einnahme von Medikamenten, wie Daflon 500 und vergleichbaren Präparaten, unterstützt werden, die den Gefäßwiderstand erhöhen und die Gefäßkapazität verringern. Diese Medikamente müssen jedoch von einem Arzt verschrieben werden – daher ist es in jedem Fall notwendig, sich schon bei den ersten Anzeichen von Veneninsuffizienz in ärztliche Behandlung zu begeben.

  • Datum 08.04.2015
  • Autor Initiative Gesunde Venen. Gesunde Beine