Stress für die Augen

Smartphones verlangen dem menschlichen Auge viel ab: Auf kleinen Displays Stadtpläne ansehen, Fahrpläne studieren oder Mails lesen - und das unzählige Male am Tag. Optiker waren vor den Folgen.

Das Smartphone ist für Millionen Menschen zum Alltagsbegleiter geworden. Wann fährt die nächste U-Bahn? Was gibt es zum Mittagessen beim Italiener? Wie wird das Wetter? 60 bis 80 Mal pro Tag blickt jeder Smartphone-Besitzer einer Studie zufolge täglich auf sein Display, um im Internet nach Informationen zu suchen oder E-Mails zu checken. Für die Augen ist das alles andere als eine leichte Übung: Optiker und Brillenhersteller warnen vor digitalem Sehstress. Die Augen müssten sich bei den häufigen Blickwechseln von nah auf fern enorm anstrengen - und das bleibe nicht ohne Folgen.    

Ein Dilemma befürchtet der Zentralverband der Augenoptiker bei den Datenbrillen. Wie diese an die Bedürfnisse von Brillenträgern angepasst werden sollen, ist noch nicht ganz klar. "Das haben manche Hersteller noch nicht so sehr auf dem Plan", sagt ein Sprecher des Verbandes. Ohne Korrekturgläser seien die Brillen für Millionen Nutzer aber nicht attraktiv.    

Ob sich die Zahl der Brillenträger durch die Nutzung von Smartphones und beleuchteten E-Book-Readern langfristig erhöhen wird, ist noch unklar: Langzeit-Studien über die gesundheitlichen Auswirkungen der Geräte gibt es nach Angaben des Optikerverbandes noch nicht.