Netzwerk Essstörungen

Die Gruppe bietet Erstinformation und Beratung für Jugendliche & Erwachsene mit Essstörungen und deren Angehörigen, hilft bei der Suche von Behandlungsmöglichkeiten,

Die Krankheit

In Österreich erkranken circa 200.000 Frauen im Laufe ihres Lebens an einer Essstörung.  Essstörungen gelten als die Frauenkrankheit des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts. Essstörungen sind psychische Störungen, deren Kern im gestörten Selbstwert(-gefühl), im niedrigen Selbstvertrauen, in Störungen der eigenen Identität liegt. Da Menschen soziale Beziehungen weniger kontrollieren können, wird das einzige „Objekt“, das immer zur Verfügung steht, der eigene Körper zum „Schlachtfeld“. Eine weitere Ursache ist der vorherrschende Schlankheitswahn und die  gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen, auch eine als harmlos erachtete Diät kann der Beginn einer Essstörung sein.

Essstörungen sind keineswegs ein Problem, das nur Mädchen und Frauen betrifft! In Hinblick auf die Krankheit und ihre Anzeichen ähneln essgestörte Männer den essgestörten Mädchen und Frauen sehr stark. Ähnlich ist auch die Schwierigkeit, Hilfe anderer zu suchen und anzunehmen. Männer leiden aber zusätzlich unter dem Stigma, dass sie eine sogenannte „typische Frauenkrankheit“ haben.


Warnsignale für eine Anorexie u.a.:

  • Einschränkung der Nahrungsaufnahme, v. a. von Kohlenhydraten und Fetten
  • Verleugnung von Hunger
  • Ausbleiben der Regelblutung bei Frauen, niedriger Testosteronspiegel bei Männern
  • Sozialer Rückzug
  • Ungewöhnliche Kälteempfindlichkeit
  • Verzerrte Wahrnehmung von Gewicht, Körperumfang und/oder Körperformen
  •  

     

Warnsignale für eine Bulimie u.a.:

  • Das Körpergewicht liegt gewöhnlich im Durchschnittsbereich, viele Ess-Brechsüchtige halten aber ein künstlich niedriges Gewicht.
  • Angst vor einer Gewichtszunahme
  • Unkontrollierbare, geheim gehaltene Episoden von Fressanfällen, denen Versuche folgten, sich der Nahrung  durch übermäßige körperliche Betätigung, selbstherbeigeführtes Erbrechen, etc. zu entledigen
  • Depression und immer wiederkehrende Stimmungsschwankungen
  • Schmerzen in Hals, Speiseröhre, Magen und Darm, Zahnschäden
  • Gefühlsmäßige Labilität und Impulsivität


Die Beratungsstelle

Das Netzwerk Essstörungen arbeitet seit 24 Jahren für Betroffene und deren Angehörige. Es wurde 1990 auf Initiative von Univ.-Prof. Dr. Günther Rathner als gemeinnütziger, österreichweiter Verein gegründet und ist somit eine der ältesten Einrichtungen auf diesem Gebiet im deutschsprachigen Raum. Die Gruppe bietet Erstinformation und Beratung für Jugendliche & Erwachsene mit Essstörungen und deren Angehörigen, hilft bei der Suche von Behandlungsmöglichkeiten, informiert über spezielle Behandlungsprogramme.

 

Kontakt


NETZWERK ESSSTÖRUNGEN
Templstraße 22, 6020 Innsbruck
T: +43-(0)512-57 60 26
info@netzwerk-essstoerungen.at