FruLak & Co

Über 30 % der Österreicher leiden an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit. Zu den häufigsten zählen Laktoseintoleranz, Fruchtzuckerunveträglichkeit und Histaminintoleranz.

Zunächst muss zwischen Allergie und Unverträglichkeit unterschieden werden. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem des Körpers auf bestimmte Nahrungsmittel mit der Bildung von Abwehrzellen. Bei einer Unverträglichkeit dagegen kann der Körper ganz einfach bestimmte Stoffe aufgrund eines Enzymmangels nicht oder nur schlecht verdauen.

Die Laktoseintoleranz ist mit bis zu 30 % Betroffenen die mit Abstand am häufigsten vorkommende Lebensmittelunverträglichkeit in unseren Breiten (Histamin 1 bis 2 %, Fructose 5 bis 7 %). Dabei liegt ein Mangel am Enzym Lactase vor, das für den Abbau von Milchzucker (Laktose) benötigt wird. Für Betroffene ist der Genuss jeglicher Milchprodukte praktisch immer mit Bauchkrämpfen, Blähungen und Durchfall verbunden. Zur Klärung der Frage, ob eine Intoleranz vorliegt, gibt es mehrere Möglichkeiten:

 

  • Beim Diättest wird vorübergehend das betreffende Nahrungsmittel völlig vermieden und  beobachtet, ob sich eine Besserung einstellt.
  • Beim Expositionstest wird die Reaktion auf das Nahrungsmittel in konzentrierter Form beobachtet.
  • Außerdem stehen der so genannte H2-Atemtest, Blutzuckertests sowie Gentests zur Verfügung.


Die Gruppe

Eine größere Sensibilität im Umgang mit dem Thema Lebensmittelunverträglichkeiten fordert Angelika Widhalm, selbst Betroffene und Mitglied des Vereins FruLak & Co: „Wir werden oft schief angeschaut, wenn wir versuchen, in einem Gasthaus etwas zu bestellen. Stellen Sie sich vor, bei jeder Bestellung einer Speise müssen Sie den Kellner befragen, welche Nahrungsmittel in diesem Gericht verarbeitet wurden.“ Damit das Bewusstsein für diese Erkrankungen geschärft und eine frühzeitige Diagnose ermöglicht wird, sind mehr Aufklärung und Information in der gesamten Bevölkerung sowie eine umfassende Fortbildung der Gesundheitsberufe zwingend nötig. Eine intensive Zusammenarbeit der Disziplinen und die Einführung von Kontrollinstanzen sollten in allen Krankenhäusern selbstverständlich
sein.

 

Kontakt


Präsidentin: Angelika Widhalm, Tel.01/581 03 28 oder 0676/520 31 24
Vizepräsident: Univ.Prof. Dr. Ludwig Kramer
 

Office: 1040 Wien,
Klagbaumgasse 3


info@frulakco.at, www.frulakco.at


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Immer am 3. Dienstag im Monat (ab Sept.) ab 18:00 Uhr, Klagbaumgasse 3, 1040 Wien

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