Verein Regenbogen Österreich

Wenn ein Baby vor, während oder kurz nach der Geburt stirbt, bricht für die betroffenen Eltern eine Welt zusammen. Trauer, Schmerz und Hilflosigkeit machen es schwer, den Alltag zu bewältigen. Anbei einige Begriffserklärungen rund um das Tabuthema Fehl-/Totgeburt.

 

Abortus

Eine Fehlgeburt, auch Abort genannt, ist als eine vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft mit oder ohne Abgang der abgestorbenen Frucht mit einem Gewicht unter 500 g und vor Beginn der 24. Schwangerschaftswoche definiert.

Lebendgeburt

Als Lebendgeburt gilt, unabhängig von der Schwangerschaftsdauer ein Kind dann, wenn nach vollständigem Austritt aus dem Mutterleib entweder … 
…die Atmung einsetzt oder
…ein Lebenszeichen erkennbar ist, wie z.B. Herzschlag

Totgeburt

Als Totgeburt oder in der Geburt verstorben gilt ein Baby dann, wenn kein Lebenszeichen erkennbar ist und es ein Geburtsgewicht von  mindestens 500 g aufweist. Der Begriff „Stille Geburt“ drückt auf sensible Weise aus, was passiert, wenn ein Kind tot geboren wird. Manchmal fehlt im Umfeld das Verständ-nis für den Schmerz und die Trauer, die entstehen, wenn man sein Baby sehr früh schon wieder gehen lassen muss. Auch für Väter ist die Situation sehr schwierig. Meistens fragen alle nach dem Ergehen der Mutter, der Vater wird häufig nicht beachtet. Bald darauf wieder zur Arbeit zurückzukehren, wo Produk-tivität erwartet wird, ist für die Eltern schwer.  Reden Sie mit Ihrer Hebamme und Ihrem Arzt, besprechen Sie den Geburtsverlauf, lassen Sie sich Zeit, um es überhaupt fassen zu können.

Der Verein

Der Verein Regenbogen Österreich wurde im Jahr 1995 von Ulrike Kern und Elisabeth Widensky gegründet – beides betroffene Mütter, die sich Austausch und Unterstützung wünsch-ten. Der Verein Regenbogen Österreich ist eine Gruppe von Eltern, deren Babys durch Fehlgeburt, Totgeburt oder kurz nach der Geburt verstorben sind, und damit eine reine Selbsthilfe-Initiative. Der Verein unterstützt betroffene Eltern, z.B. durch Informationen und monatlich stattfindende Selbsthilfegruppentreffen. Das Ziel der Selbsthilfegruppe ist es, betroffenen Eltern die Möglichkeit zu bieten, miteinander in Kontakt zu treten, über ihren Schmerz und ihre Trauer zu reden und so zu spüren, dass wir, die wir alle ein Kind gehen lassen mussten, mit unseren Gefühlen nicht allein sind. Im gegenseitigen Gespräch erkennen wir immer wieder, wie wichtig es ist zu trauern, wie sehr wir aus den Erfahrungen anderer Eltern auch Wegweiser für unseren eigenen Trauerprozess erhalten können. 

Der Verein bietet auch Rückbildungskurse für Frauen an, die ihr Baby verloren haben. Zweimal im Jahr bietet der Verein Regenbogen auch einen kreativen Bastelabend für Eltern verstorbener Babys an. Hier kann der Trauer durch eine kreative Tätigkeit Ausdruck verliehen werden.

Kontakt

Verein Regenbogen, SHG Regenbogen Wien
Antonsplatz 26/4,1100 Wien
Tel: 0676/6428692
info@shg-regenbogen.at

  • Datum 18.08.2016
  • Autor CB

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