Österreichische Ilco (Stoma Dachverband)

Etwa 15.000 Patienten leben in Österreich mit einer künstlichen Ausleitung des Dickdarms. Die Selbsthilfegruppe Österreichische Ilco möchte das Stoma bekannt machen und über das Tabuthema aufklären.

Die Krankheit

„Ilco“ steht für Ileostomie – Colostomie – Urostomie. Ein Stoma (Öffnung,
Mund) ist die Öffnung eines Organtrakts an die Hautoberfläche. Ileostoma ist ein künstlicher Dünndarmausgang, während Urostoma eine künstliche Harnableitung bedeutet. Die Colostomie (griech. Colon = Dickdarm) ist die häufigste Stomaanlage. Etwa 15.000 Patienten leben in Österreich mit  einer künstlichen Ausleitung des Dickdarms. Eine Colostomie kann permanent oder vorübergehend  sein, etwa um erkrankte Darmabschnitte zu entlasten bzw. stillzulegen. Indikationen für  eine Stomaanlage können chronisch-entzündliche Erkrankungen wie z.B. Colitis ulcerosa oder Morbus  Crohn, Tumore im Bereich des Dickdarms, oder Aussackungen (Divertikel) am Dickdarm sein.

Ein Stoma ist für alle Betroffenen eine Lebensumstellung. Viele Ängste können in dieser Situation  bereits im Vorfeld durch ein umfassendes Gespräch mit Mitarbeitern von der Österreichischen Ilco  genommen werden. Sie wissen aus eigener Erfahrung, wie sich der Weg ins Leben mit einem Stoma  gut einrichten und praktizieren lässt. Ein gut angelegter künstlicher Ausgang stellt mit optimalen  Versorgungsmitteln keinerlei Hindernis dar, wieder aktiv am Leben teilzunehmen. Ein Stoma nach einer entzündlichen Darmerkrankung verbessert sogar die Lebenssituation um ein Vielfaches.

Die Gruppe

Die Österreichische Ilco, Stoma Dachverband hat in jedem Bundesland Ansprechpartner. Informationen  dazu finden Sie unter: www.ilco.at  Die Selbsthilfegruppe Österreichische Ilco möchte das Stoma  bekannt machen und über das Tabuthema aufklären. Bei den regelmäßigen Treffen werden die  Patienten auch über die neuesten Produkte informiert. Mit guter medizinischer Unterstützung und den passenden Pflegeutensilien können die Patienten das Stoma komplikationsarm in ihr Leben  integrieren.

Urlaubstipp für Stoma-Patienten

Nehmen Sie bei Flug- und Bahnreisen genug Versorgungsmaterial in Ihr Handgepäck mit. Teilen Sie  Ihren Urlaubsbedarf aus Sicherheitsgründen (z.B. bei Verlust) auf verschiedene Gepäckstücke auf.  Deklarieren Sie den Inhalt Ihres Stomaversorgungs-Gepäckstücks in der Sprache Ihres Urlaubslandes,  damit Sie unnötigen Fragen aus dem Weg gehen können. Die Selbsthilfegruppe hilft gerne dabei, die  nötigen Fachbegriffe zu übersetzen.


 

Kontakt

Obere Augartenstr. 26 –28, 1020 Wien
Donnerstag von 9 bis 12 Uhr nach Anmeldung
Tel.: +43(0)1/3323863,

Email: stomaselbsthilfeilco@tele2.at

  • Datum 08.02.2016
  • Autor CB

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