Der Haut im Sommer Gutes tun

Selbstverständlich kommt man im Sommer nicht ohne den richtigen Sonnenschutz aus. Verantwortungsbewusster Umgang mit der Sonne heißt aber nicht nur mit hohem Schutzfaktor eincremen. Hat es Sie doch einmal erwischt, gibt es zahlreiche natürliche Helfer, die die Haut rasch beruhigen.

Damit erst gar kein Sonnenbrand entsteht, beachten Sie:

  • Verbringen Sie viel Zeit im Schatten – auch da wird man braun, nur eben langsamer.
  • Achten Sie besonders bei Kleinkindern auf Kopfbedeckung.
  • Kleidung hält Sonnenstrahlen nur bedingt ab – dicht gewebte Kleidung ist da am besten – weiße T-Shirts bremsen nur 10% der Sonneneinstrahlung, optimal sind Jeansstoffe
  • Greifen Sie zu Sonnenschutzmitteln mit hohen Lichtschutzfaktoren, wenden Sie dies schon ½ Stunde vor dem Sonnenbaden an! (Also am besten noch zu Hause einschmieren) Es braucht nämlich einige Zeit bis die Cremen oder Lotionen die Wirkung entfalten können.
  • Nehmen Sie Sonnenschutzmittel, welche möglichst wasserstabil sind, damit sie diese beim Baden nicht gleich herunterwaschen – denn Wasser verstärkt die Sonnenwirkung

Helfer aus der Natur

Hat es Sie trotzdem erwischt, gibt es einige Helfer aus der Natur. Für rasche Beruhigung sorgt eine
Sauerrahmpackung. Sauerrahm kühlt und bremst die Entzündung. Einfach Sauerrahm verrühren, die betroffene Hautstelle damit dick einschmieren und 20 Minuten einziehen lassen. Anschließend mit kühlem Wasser kurz abspülen und mit Mandelöl einölen. Mandelöl wirkt wunderbar pflegend und  zusätzlich beruhigend. Herrlich ist auch mit Mineralwasser zubereiteter Grüner Tee – denn Grüner Tee wirkt dank der enthaltenen Polyphenole nicht nur von innen. Dazu 2EL Tee mit ½l 70° heißem  Mineralwasser aufgießen, 3 Minuten ziehen und danach auskühlen lassen. Ein Leinentuch darin eintauchen und wie bei einem Kneippwickel verwenden, 20 Minuten einwirken lassen – das kühlt und tut gut. Danach ebenfalls wieder mit Mandelöl pflegen.

Das Labkraut leuchtet jetzt überall gelb von den Wiesen und lässt sich leicht selbst pflücken (nur
nicht direkt neben der Straße). Das hautberuhigende Bad kann dank der enthaltenen Kieselsäure und
Gerbstoffe bei Sonnenbrand rasch Linderung bringen. Hierfür 4 Handvoll Labkraut mit 3l Wasser kalt zustellen, 5 Minuten kochen, abseihen und mit 4 EL Honig vermischt dem Badewasser zusetzen.

Auch das Johanniskrautöl zeichnet sich durch hervorragend wundheilende und entzündungshemmende Eigenschaften aus. Mit etwas Pfefferminzöl versetzt bekommt es einen leicht kühlenden Effekt,  außerdem fördert Pfefferminzöl die Zellneubildung. Für eine Packung mischen Sie 2 EL Johanniskrautöl mit 3 Tropfen Pfefferminzöl und schmieren den Körper damit fest ein. Nun in ein Leintuch einwickeln und nachruhen bis alles eingezogen ist. Vergessen Sie aber nicht: – nach einem Sonnenbrand gibt es absolutes Sonnenbadverbot! Johanniskrautöl  wirkt zwar wunderbar entzündungshemmend und heilend, steigert aber die Lichtempfindlichkeit.

Alternativ können Sie auch hautpflegende Lotionen mit Dexpanthenol zur Pflege der Haut nehmen. Diese binden die Feuchtigkeit in der Haut und fördern Regenerationsprozess und Heilung. Schutz von innen Nutzen Sie aber auch die Möglichkeit, die Haut von innen zu nähren. Besonders helfen die Vitamine A, C und E und zusätzlich Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Zink und Kupfer.
Probieren Sie den „Roten Hautretter”. Als pikantes Getränk ist er eine willkommene Abwechslung:

2 rote Paprika
1 Karotte
1 mittelgroße Gurke
1 Tropfen Weizenkeimöl
Etwas Sesam

Die Zutaten entsaften, dann gründlich durch Umrühren mischen und zum Schluss mit etwas Sesam garnieren. Vergessen Sie aber nicht, Ihr Körper freut sich wenn Sie den Saft genießen und nicht in einem Schwung „hinunterschütten“ – denn er braucht etwas Zeit um die Reichhaltigkeit des Saftes zu verwerten.

  • Datum 04.06.2014
  • Autor Dungl

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