Sommerwetter birgt Risiken

Die für die kommenden Tage anstehende Hitzewelle mit Temperaturen von 35 Grad und darüber birgt bei nichtausreichender Vorsicht die Gefahr von Hitzeschlag und Sonnenstich.

"Kopfschmerzen, Schlappheit, Schwindel, Krämpfe in Armen oder Beinen oder ein trockener Mund - all das kann auf einen Hitzenotfall hindeuten", erklärte Wolfgang Schreiber, Chefarzt beim Roten Kreuz, die Symptome.    

Diese sind sich bei einem Sonnenstich, das ist eine Reizung der Hirnhaut durch direkte Sonneneinstrahlung, und bei einem Hitzschlag, einem Wärmestau im Körper, ähnlich. Beim Hitzeschlag beschleunigen sich zudem noch Puls und Atmung. Der Wärmestau, also das Versagen des körpereigenen Kühlsystems, bedeutet auch potenzielle Lebensgefahr.    

Zur Vermeidung gilt es drei Grundregeln einzuhalten: nämlich nicht in der prallen Sonne liegen, genügend Flüssigkeit unter Vermeidung von Alkohol oder koffeinhaltiger Getränke zu sich zu nehmen und eine Kopfbedeckung zu tragen. An besonders heißen Tagen ist es ratsam, sich wenig bis gar keinen körperlichen Anstrengungen auszusetzen. Weite, luftige Kleidung und leichtes Essen machen die Hitze ebenfalls erträglicher, rät das Rote Kreuz.    

Treten die genannten Symptome auf, gilt folgende Vorgehensweise: "Wenn jemand solche Beschwerden hat, sollte man mit ihm als erstes in den Schatten gehen und kalte Umschläge auf den Kopf legen. Die Person sollte aufrecht sitzen und Wasser trinken", empfahl Schreiber. Wenn sich der Zustand nicht verbessert, gilt es den Notruf zu tätigen.    

Wie lange man unabhängig von den genannten Gefahren ein Sonnenbad ohne Schädigungen durch die Einstrahlung genießen kann, hängt sowohl vom Hauttyp wie auch vom Lichtschutzfaktor des gewählten Sonnenschutzmittels ab.    

Was die unzureichende Flüssigkeitszufuhr betrifft, so verwies die das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) am Donnerstag auf eine aktuelle Studie in der Fachzeitschrift' Physiology and Behaviour'. Die Ergebnisse zeigten, dass auch erfahrene Autofahrer, wenn sie nur einen Bruchteil der empfehlenswerten Flüssigkeitsmenge tranken (25 ml/h statt der empfohlenen 200 ml/h), während langer monotoner Autofahrten mehr als doppelt so viele Fahrfehler machten, als jene Probanden, die gut mit Flüssigkeit versorgt waren. Die Fehlerquote war damit ähnlich hoch wie unter Einfluss von Alkohol, denn bei einer Alkoholisierung von 0,5 Promille verdoppelt sich das Unfallrisiko, schrieb der KFV.    

Und nicht zuletzt kann die Hitze auch Haustiere schädigen, insbesondere den Hunden drohen schwere Herz-Kreislaufstörungen bis hin zum Hitzeschlag, da diese nicht wie Menschen schwitzen. Zur Vermeidung sollte deshalb der Auslauf mit dem Vierbeiner morgens oder abends erfolgen.

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