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Ein heißes Thema in der heißen Jahreszeit

Wenn die warme Jahreszeit näher rückt stellt sich unvermeidlich die Frage nach dem richtigen Sonnenschutz. Die Folgeschäden eines unzureichenden Sonnenschutzes sind uns allen bekannt. Die Wahl des richtigen Sonnenschutzpräparats fällt allerdings bei dem riesigen Angebot nicht immer leicht. Ein guter Sonnenschutz ist ein wichtiger Beitrag zur Vermeidung von Spätschäden, wie Hautalterung und Hautkrebs, und zur Erhaltung der Hautgesundheit.

Sonnenschutz

Die Qual der Wahl

Die Wahl des richtigen Sonnenschutzmittels ist nicht immer ganz einfach. Bei der Auswahl eines Präparates sind daher folgende Dinge zu berücksichtigen:

  •  Hauttyp: Es gibt sechs unterschiedliche Hauttypen mit jeweils unterschiedlicher Eigenschutzzeit . Die Eigenschutzzeit mal dem Lichtschutzfaktor (LSF) des Sonnenschutzmittels ergeben dabei die Zeit, die man höchstens an der Sonne verbringen darf, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Man geht dabei von der Mittagssonne im Sommer in Mitteleuropa aus. Allerdings sollte man diese Zeit nie zur Gänze ausnützen, sondern nur zu zwei Dritteln.
  •  Geografische Breite: Der Eigenschutz ändert sich je nach geographischer Breite. Er vermindert sich am Mittelmeer um bis zu 30%, in den Tropen sogar um bis zu 50%, weshalb dann ein höherer LSF nötig ist.
  •  Seehöhe und Reflexionen: Auf den Bergen nimmt vor allem die UVB-Strahlung zu. Des Weiteren vermindert eine reflektierende Umgebung wie zum Beispiel Wasser, Sand oder Schnee den Eigenschutz. All diese Faktoren machen also einen höheren Lichtschutzfaktor erforderlich.
  • Tätigkeit: Geht man einer sportlichen Tätigkeit nach, oder hält man sich im Wasser auf, braucht man einen wasserfesten Sonnenschutz, weil man vermehrt schwitzt und dadurch, ebenso wie durch Wasser, der Sonnenschutzfilm deutlich verdünnt wird.
  • Hautzustand: Der Zustand der Haut ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Produkts. Bei trockener Haut wird man eher zu pflegenden, fetteren Cremes greifen, bei fettiger oder zu Akne neigender Haut lieber zu fettfreien Gels.
  •  Kinder: Vor allem bei kleinen Kindern sollte auf Produkte mit chemischen UV-Filtern verzichtet werden. Hier bieten sich Cremes mit mineralischen Filtern an, da diese die junge Haut weniger belasten. Die kleinen Partikel, die in der Creme enthalten sind, spiegeln das Licht zurück und schützen so vor einem Sonnenbrand.
  • Sonnenallergie: Vor allem beim ersten Sonnenkontakt im Frühjahr tritt die sogenannte Mallorca-Akne häufig auf. Es kommt zu juckenden Ausschlägen, vor allem im Bereich der Schultern oder des Dekolletés. Hier empfehlen sich Produkte, die fettfrei und frei von Emulgatoren und Duftstoffen sind. Auf einen ausreichend hohen LSF ist natürlich trotzdem zu achten. Hier kann es auch hilfreich sein, die Haut langsam an die Sonne zu gewöhnen.

 

Richtige Anwendung

Hat man sich für ein Sonnenschutzmittel entschieden, hängt die Wirksamkeit zu einem entscheidenden Anteil davon ab, dass das Mittel auch richtig verwendet wird. Grundsätzlich kann man sagen, dass nach dem Auftragen ein opaker Film auf der Haut schimmern sollte, der anzeigt, dass man ausreichend Sonnencreme verwendet hat. Es zeigt sich jedoch, dass wir meist eine zu geringe Menge verwenden, und so kein ausreichender Schutz gegeben ist. Um dies etwas auszugleichen, sollte man generell zu Produkten mit einem höheren LSF greifen. Der Sonnenschutz sollte außerdem mehrmals täglich erneuert werden, wobei zu beachten ist, dass ein neuerliches Auftragen den Sonnenschutz nicht verlängert, sondern nur erhält!

 

Sonnenschutz bei Kindern

Die Haut von Babys und Kleinkindern ist besonders empfindlich, weil sie noch sehr dünn ist und sich der UV-Eigenschutz erst im Laufe der ersten Lebensjahre bildet. Gleichzeitig verbringen Kinder einen sehr großen Teil der Zeit im Freien und sind so der UV-Strahlung im besonderen Maße ausgesetzt. Generell sollten Babys im ersten Lebensjahr überhaupt nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden. Wenn dies aber unvermeidlich ist, sollten Cremes mit mineralischen Filtern verwendet werden, weil diese die Haut weniger belasten als chemische Filter. Außerdem ist auf einen ausreichend hohen Lichtschutz zu achten. Auf zusätzliche Maßnahmen wie Sonnenhut und schützende Kleidung darf trotz Sonnenschutz nie vergessen werden.

 

Die Zahl der Hautkrebserkrankungen ist in den letzten Jahren dramatisch angestiegen, umso wichtiger ist daher eine fachkundige Beratung. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach einem für Sie passenden Sonnenschutz!

  • Datum 21.05.2014
  • Autor Mag. pharm. Barbara Verdino

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