Tabakgesetz: Don't smoke für kürzere Übergangsfrist

Im Rahmen des parlamentarischen Begutachtungsverfahrens hat die ExpertInnen-Initiative DON’T SMOKE eine Stellungnahme erarbeitet und eingereicht. Dabei ist es gelungen, 48 Institutionen – wie z.B. die Österreichische Ärztekammer – als Miteinreichende zu gewinnen.

Unisono fordert die sehr große Zahl einschlägiger Fachleute vor allem eine deutliche kürzere Übergangsfrist: „So positiv der Ministerialentwurf zur Novellierung des Tabakgesetzes grundsätzlich ist – den 1. Mai 2018 als Zeitpunkt des Inkrafttretens können wir nicht gutheißen. Bis dahin sterben statistisch gesehen über 26.000 Menschen vorzeitig an den Folgen des Rauchens und über 3.000 Menschen durch die schädliche Wirkung des Passivrauchens“, bringt Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg, Initiator der ExpertInnen-Initiative DON’T SMOKE, stellvertretend für alle Mittragenden der Stellungnahme das Anliegen auf den Punkt. „Da muss man früher gegensteuern.“

Weiters appelliert das hochrangige Expertengremium an den Gesetzgeber, u.a. das geplante Rauchverbot auf Kranken- und Kuranstalten, Pflegeheime und Rehabilitationszentren auszudehnen sowie Autos mitzuerfassen, wenn von diesen Kinder transportiert werden. Und nicht zuletzt sollte das Gesetz den Arbeitnehmerschutz für die Beschäftigten in der Gastronomie verbessern. „Die Feinstaubkonzentration in den Raucherräumen von Lokalen liegt im Extremfall ums Zehnfache über dem Wert der Außenluft. Das sollte keinem Mitarbeiter zugemutet werden. Nicht ohne Grund ist das Risiko an Herz-/Kreislauferkrankungen, chronischen Lungenerkrankungen und an Krebs zu erkranken in dieser Berufsgruppe besonders hoch. Da können wir als Mediziner und Vertreter verschiedenster Gesundheitseinrichtungen nicht tatenlos zusehen“, so Samonigg.

Gemeinsam hoffen die Institutionen dank ihrer Bedeutung in der österreichischen Gesundheitspolitik Gehör zu finden und mit sachlichen Argumenten in der emotional aufgeheizten Diskussion zu überzeugen.

Die Stellungnahme im Wortlaut findet sich auf der Website des Parlaments.
 

Folgende Institutionen sind Miteinreicher der Stellungnahme:

Österreichische Ärztekammer
Österreichische Diabetes Gesellschaft
Österreichische Gesellschaft für Arbeitsmedizin
Österreichische Gesellschaft für Chirurgie
Österreichische Gesellschaft für Endokrinologie und Stoffwechsel
Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde
Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie
Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
Österreichische Gesellschaft für Hals,- Nasen und Ohrenheilkunde, Kopf und Halschirurgie
Österreichische Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie (OeGHO)
Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin
Österreichische Gesellschaft für Internistische Angiologie
Österreichische Gesellschaft für Nephrologie
Österreichische Gesellschaft für Neurologie
Österreichische Gesellschaft für Plastische , Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie
Österreichische Gesellschaft für Pneumologie
Österreichische Gesellschaft für Public Health
Österreichische Gesellschaft für Thorax- und Herzchirurgie
Österreichische Kardiologische Gesellschaft

Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband
Österreichische Krebshilfe
Österreichische Krebshilfe  Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Steiermark, Kärnten, Burgenland
Medizinische Universität Wien
Medizinische Universität Graz
UMIT – Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Steiermärkische Krankenanstalten GmbH (KAGes)
Salzburger Gebietskrankenkasse
Netdoktor.at GmbH

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