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Weltthrombosetag

Eine Thrombose – also ein Blutgerinnsel – ist die zugrundeliegende Ursache für die drei weltweit wichtigsten Todesursachen im Bereich der Herz-Kreislaufkrankheiten: Herzinfarkte, Schlaganfälle und Venöse Thromboembolien. Es kann jeden treffen, in jedem Alter.

Thrombose -lebensbedrohliches Blutgerinnsel

Eine aktuelle globale Umfrage hat gezeigt, dass nur eine/r von 10 Befragten, Blutgerinnsel für genauso lebensbedrohlich hält wie Aids, Brustkrebs, Prostatakrebs oder Verkehrsunfälle. Tatsächlich sterben in Europa jedes Jahr mehr Menschen an Blutgerinnseln als an den zuvor genannten Ursachen zusammen. Aber man kann Thrombosen verhindern und behandeln. Um das Bewusstsein für diese lebensbedrohliche Erkrankung zu stärken und über Symptome und Risikofaktoren aufzuklären wurde der Weltthrombosetag ins Leben gerufen.

Wissen über Symptome und Risikofaktoren schützt

Unter einer Venösen Thromboembolie oder kurz VTE versteht man ein Blutgerinnsel im Bein – eine tiefe Venenthrombose (TVT) – oder ein Blutgerinnsel, das sich losgerissen hat und in die Lunge gelangt, also eine Lungenembolie. Lungenembolien sind verantwortlich für 10 Prozent aller Todesfälle im Krankenhaus und stellen damit die häufigste vermeidbare Todesursache im Krankenhaus dar.

Nicht jeder, der eine Thrombose hat, bemerkt auch Symptome. Trotzdem ist es wichtig, die möglichen Anzeichen für ein Blutgerinnsel im Bein oder in der Lunge zu kennen:

Anzeichen und Symptome einer Tiefen Venenthrombose (TVT):

  • Schmerzen oder Überempfindlichkeit, oft in der Wade beginnend
  • Schwellung des Beins, einschließlich Knöchel und Fuß
  • Rötung der betroffenen Region
  • Erweiterte Venen an der Oberfläche des Beins
  • Die Haut fühlt sich sehr warm an


Anzeichen und Symptome einer Lungenembolie:

  • Atemnot
  • Schmerzen im Brustkorb
  • Herzrasen
  • Bluthusten
  • Schwindel

Was erhöht Ihr Thromboserisiko?

Manche Menschen zeigen überhaupt keine Warnzeichen oder Symptome. Das Thromboserisiko wird durch sitzende Tätigkeiten oder Bewegungsmangel über einen längeren Zeitraum, etwa auf einem Langstreckenflug, am Schreibtisch, im Auto oder im Zug, erhöht. Dasselbe gilt auch für größere Operationen, besonders in den Bereichen Orthopädie und Krebstherapie, oder lange Krankenhausaufenthalte.
Eine kürzlich publizierte Studie der britischen Organisation Lifeblood hat gezeigt, dass sich der Blutfluss hinter dem Knie bereits um 50 Prozent verringert, wenn man 90 Minuten lang sitzt. Dadurch verdoppelt sich das Risiko ein Blutgerinnsel zu entwickeln. Dieses Risiko betrifft somit viele Büroangestellte, die täglich stundenlang an Ihren Schreibtischen sitzend arbeiten. Weitere Risikofaktoren für eine Thrombose sind Herzkrankheiten, Schwangerschaft, Rauchen, ungesunde Ernährung, Hormontherapie, Übergewicht/Fettsucht, Austrocknung, Thrombosen in der Familie und Krebs.

In Bewegung bleiben hilft

40 Prozent der ÖsterreicherInnen wissen nicht, dass sie mit körperlicher Betätigung ihr Thromboserisiko senken können. Auch hier gilt es also, noch weiter Aufklärungsarbeit zu leisten. Nehmen Sie den heutigen Weltthrombosetag zum Anlass, werden Sie körperlich aktiv und reduzieren Sie ihr Risiko, an einem Blutgerinnsel zu erkranken!

 

  • Datum 10.10.2014
  • Autor Bayer Austria

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