Laborwerte: Thrombozyten

Die Thrombozyten oder Blutplättchen werden im Knochenmark gebildet und sind wichtig für die Blutgerinnung. Diese sehr kleinen Zellen haben eine Lebensdauer von rund zehn Tagen.

Die Blutplättchen werden im Knochenmark gebildet und sind für die Blutgerinnung notwendig. Die Thrombozyten sind dafür verantwortlich, dass sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) bilden kann, das z.B. bei der Verletzung eines Blutgefäßes zur Blutstillung führt. Sind in unserem Blut zu wenige Thrombozyten
vorhanden oder funktionieren diese Zellen nicht richtig, kommt es zu einer verstärkten Blutungsneigung. Das bedeutet, dass man im Falle einer Verletzung länger und vermehrt blutet. Neben den Thrombozyten gibt es noch eine Reihe von sogenannten Blutgerinnungsfaktoren. Dabei handelt es sich um Eiweißstoffe im Blut, die von der Leber gebildet werden und für den korrekten Ablauf der Blutgerinnung nötig sind. Die Höhe des Thrombozyten-Wertes lässt Rückschlüsse zu auf:

  • die Funktion des Knochenmarks
  • Entzündungsreaktionen im Körper
  • die Blutgerinnung

Was bedeuten erhöhte THR-Werte?

Bei hohen Thrombozyten-Werten spricht man von einer Thrombozytose. In diesem Fall besteht die Gefahr einer Gerinnselbildung innerhalb eines Gefäßes. Erhöhte Thrombozyten-Werte findet man oft

  • nach Anstrengung, Aufregung (Geburt, Operationen)
  • bei Infektionen
  • Entzündungen
  • nach Entfernung der Milz

Was bedeuten erniedrigte THR-Werte?

Ein krankhafter Mangel an Thrombozyten, bei der die Zahl der Blutplättchen unter 150.000/μl fällt, wird als Thrombozytopenie bezeichnet.

  • Verminderte Thrombozyten-Bildung im Knochenmark
  • Knochenmarkserkrankungen (Karzinome, Leukämie)
  • Vitamin- und Eisenmangel
  • Verkürzte Thrombozyten- Lebensdauer
  • Immun- sowie Autoimmunerkrankungen
  • Medikamentennebenwirkungen

  • Datum 09.11.2015
  • Autor CB

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