Tipp vom Apotheker: Tabuthema HPV- Impfung

Die HPV-Impfung schützt Mädchen im späteren Leben vor der Infektion mit bestimmten Humane-Papilloma- Viren-Typen, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können.

Außerdem senkt sie das Risiko, Genitalwarzen zu bekommen. Solche Viren werden hauptsächlich beim  Sexualkontakt übertragen. Der prophylaktische Effekt der Impfung ist daher am größten, wenn sie  vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgt. In der Praxis gelingt dies jedoch meist nicht: Studien zufolge  verpasst ein Großteil der Mädchen den optimalen Impfzeitpunkt. Zum einen planen die meisten  Mädchen ihren ersten Geschlechtsverkehr nicht, zum anderen sprechen sie darüber weder mit ihren Eltern noch mit ihrem Arzt.

Tipp vom Apotheker

Ursprünglich impfte man erst im Alter von 12 bis 17 Jahren. Die neue Empfehlung senkt das Alter auf 9  bis 14 Jahre. Mit der Herabsetzung des Impfalters will man erreichen, dass sich mehr Mädchen als  bisher impfen lassen, bevor sie sexuell aktiv werden. Höhere Antikörper- Antworten legen außerdem  nahe, dass jüngere Mädchen besser auf die Impfung ansprechen. Außerdem ist diese Vorgangsweise  ökonomischer, denn es sind von dem doch teuren Impfstoff nur mehr zwei statt bisher drei Impfungen erforderlich. In den  Apotheken erhalten Sie zum Impfstoff, den zu erwartenden  Kosten und dem Prozedere dazu die gewünschte, kompetente Auskunft.

  • Datum 11.02.2016
  • Autor Mag. pharm. Dr. Alfred Klement

Mag. pharm. Dr. Alfred Klement

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Dr. Klement ist Pharmazeut und Heilpflanzenspezialist. Ständiger Mitarbeiter bei der Österreichischen Apotheker-Zeitung ÖAZ, Kronenzeitung, Ärztekrone, Apothekerkrone. Mitarbeit bei der Apothekenfortbildung.

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