Allergien: Tipps für Betroffene

Etwa jeder fünfte Österreicher leidet unter einer Pollenallergie, im Volksmund auch Heuschnupfen genannt. Ausgelöst wird der Heuschnupfen (allergischer Schnupfen, allergische Rhinitis) durch die Pollen von Bäumen, Sträuchern, Gräsern und Kräutern. Aber auch Hausstaub und Tierhaare können diese allergische Reaktion hervorrufen.

Eine einzelne Roggenähre kann über vier Millionen Pollen auf die Reise schicken; sind die Windverhältnisse günstig, verbreiten sich die Pollen bis zu 400 Kilometer weit. So sind auch Städter nicht vor den ländlichen Pollen gefeit.


Tipps aus der Apotheke für alle Pollenallergiker


Eine Allergie ist ein chronischer Entzündungsprozess. Versäumt man eine frühzeitige und adäquate Behandlung, so folgt durch die ständige Belastung häufig ein »Etagenwechsel« zu Entzündungen der tiefer gelegenen Atemwege. Im Laufe der Zeit ist dann ein – mitunter lebensbedrohliches – allergisches Asthma die Folge. Zusätzlich zur Allergiebehandlung können aber folgende Tipps helfen:

  • Während der Pollensaison möglichst wenig ins Freie gehen, besonders an sonnigen, windigen Tagen.
  • So oft wie möglich Ausflüge zur Erholung in die Berge machen. Dort ist die Pollenbelastung geringer. Wenn möglich, den Urlaub in die Pollensaison verlegen und das möglichst weit weg von den Pollen - in die Berge oder ans Meer.
  • Notwendige Wege am besten ganz in der Früh erledigen.
  • In Laubwäldern gibt es wenig Gräserpollen. Aber Achtung vor dem Waldrand - dort ist die Belastung besonders hoch.
  • Wiesen und Getreidefelder meiden
  • Abends nicht nur Duschen, sondern auch die Haare waschen, um Pollen daraus zu entfernen. In der Nacht die Schlafzimmerfenster schließen.
  • Wiese im Garten kurz halten, aber nicht selbst mähen.
  • Möglichst nicht rauchen, die Schleimhäute werden dadurch noch empfindlicher. Auch Alkohol, Kälte, Parfum, vor allem aber Staub, können die Empfindlichkeit steigern.
  • Nasenspülungen oder Sprays mit physiologischer Kochsalzlösung lindern die Beschwerden.
  • Eine neue Chance, den Angriff der »Pollenflugkörper« besser zu überstehen, gibt es jetzt in Form einer Nasensalbe, die aufgrund ihrer hohen Viskosität einige Stunden an der Nasenschleimhaut haftet und dadurch die inhalierten Pollen fixiert. Die Salbe, die in die Gruppe der Medizinprodukte einzureihen ist, wird im Naseneingang aufgetragen und wirkt dort etwa drei bis fünf Stunden.
  • Körperliche und seelische Fitness hebt die Widerstandskraft. Das gilt auch für Allergien.
  • Vollwertkost in den Speiseplan einbauen, auch das steigert die Fitness. Gesunde Ernährung kann köstlich schmecken wie viele Rezeptbücher beweisen.
  • Methoden der Alternativmedizin sind nur Ergänzung, eine spezifische Immuntherapie können sie nicht ersetzen.
  • Bewegung tut auch dem Immunsystem gut: den Kreislauf jeden Tag rund zehn Minuten so richtig in Schwung bringen. Aber Achtung vor körperlicher Überbelastung: das kann Asthmaanfälle auslösen. Sport während der Pollensaison besser in geschlossenen Räumen betreiben. 
  • Vorsicht: Soja, Stutenmilch und Pollenkörner, die als „Immunstimulantien“ vermarktet werden, können ebenfalls Allergien hervorrufen.
  • Relativ sicher und nebenwirkungsfrei wirken die neueren Antihistaminika. Sie stoppen das allergische Geschehen und machen nicht mehr so müde wie die früheren Heuschnupfenmittel. Trotzdem sollte man sie sicherheitshalber abends vor dem Schlafengehen einnehmen und keinen Alkohol dazu trinken.
  • Das seelische Gleichgewicht ist eine Säule der Gesundheit: Kleine „Inseln“ von Ruhe und Erholung während des Tages vermindern den Stress.

 

 

 

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Quelle

  • Datum 09.05.2016
  • Autor Österreichische Apothekerkammer

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