80 Millionen Bakterien wechseln die Seiten

Beim Küssen werden nicht nur Zärtlichkeiten ausgetauscht.

Hygienebewusste Menschen stimmt der Befund niederländischer Forscher wohl nachdenklich. Dr. Remco Kort und Kollegen ließen 21 Paare Fragebögen zum Kussverhalten und der Kussfrequenz
beantworten und konnten feststellen, dass jene Paare, die sich mehr als 9mal täglich intensiv küssten eine sehr ähnliche Bakterienbesiedelung des Mundraumes aufwiesen.


Um die Ergebnisse experimentell zu überprüfen, ließen sie Versuchspaare intensive Küsse austauschen. Einer der beiden Partner bekam vorher einen probiotischen Drink mit Bifido- oder Laktobazillen als Leitkeime. Nach einem Kuss von 10 Sekunden Dauer, stellten die Forscher die Übertragungsrate an Hand der Leitkeime fest und berechneten die Zahl der ausgetauschten Bakterien mit rund 80 Millionen. Paare mit häufigem Kusskontakt haben somit eine ähnliche Mundflora.

 

Tipp vom Apotheker

Die erhobene Zahl liefert Anhaltspunkte für die intensive Besiedelung des Mund- und Rachenraumes mit Bakterien. Diese haben hauptsächlich schützenden Charakter und verhindern durch das  geschaffene Milieu die Besiedelung mit (schädlichen) Fremdkeimen wie Streptokokken, Pneumokokken, Staphylokokken und anderen, die zu Erkrankungen von Mandeln, Rachen und Lunge führen. Es verbietet sich von selbst, Patienten, die an solch einer bakteriellen Infektion leiden, intensiv zu
küssen. Bei Gesunden steht intensivem Küssen aber nichts im Wege. Übrigens stammt bei Neugeborenen ihre schützenden Bakteriendecke auf der noch sterilen Schleimhaut von der Mutter!

Immunsystem

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Mag. pharm. Dr. Alfred Klement

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Dr. Klement ist Pharmazeut und Heilpflanzenspezialist. Ständiger Mitarbeiter bei der Österreichischen Apotheker-Zeitung ÖAZ, Kronenzeitung, Ärztekrone, Apothekerkrone. Mitarbeit bei der Apothekenfortbildung.

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