Schlafphasen und Träume

Der menschliche Schlaf ist nicht immer gleich, sondern lässt sich in verschiedene Stadien unterteilen: Tiefschlafphasen, in denen der Schlafende schwerer aufzuwecken ist, wechseln sich mit weniger tiefem Schlaf ab.

Die Phasen können vor allem anhand der Hirnaktivität abgelesen werden. Wissenschafter unterteilen den Schlaf grob in REM- und in NonREM- Phasen, wobei REM für "Rapid-Eye-Movement" steht und die für diese Phasen typischen schnellen Augenbewegung unter geschlossenen Lidern beschreibt. Die restliche Muskulatur ist gleichzeitig fast vollständig abgeschaltet, damit der Schlafende seine im Traum erlebten Bewegungen nicht ausführt. In den REM-Phasen ist das Gehirn im Gegensatz zu Tiefschlafphasen besonders aktiv.    

 Alle Schlafstadien werden stufenweise mehrmals pro Nacht durchlaufen - ein Zirkel dauert etwa 90 bis 120 Minuten. In der ersten Nachthälfte überwiegt der Anteil der Tiefschlaf-Phasen, in der zweiten der REM-Schlafanteil.    

 Geträumt werde prinzipiell während des gesamten Schlafs, sagt Michael Schredl, Leiter der Schlafforschung am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim: "Egal wann man geweckt wird, man findet fast immer irgendwas." Die Forschung gehe aber davon aus, dass die Träume im REM-Schlaf aktiver und intensiver seien, weil auch das Gehirn in dieser Phase aktiver sei. Werde man aus einer Tiefschlafphase geweckt, dauere das Aufwachen zudem länger - und damit sei die Wahrscheinlichkeit höher, dass man den Traum vergisst.

  • Datum 28.08.2015
  • Autor APA

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