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Pflege bei unreiner Haut

Da hat man die Pubertät schon längst hinter sich, und trotzdem sprießen die Pickel. Immerhin 40 % der erwachsenen Frauen leiden unter unreiner Haut. Umwelteinflüsse, Stress oder die Hormone können eine mögliche Ursache sein.

Unreine Haut

Man unterscheidet bei der unreinen Haut grundsätzlich zwei Gruppen:

  • Fettglänzende, unreine Haut, mit großen Poren, Unreinheiten und sehr unebenem Hautbild
  • Feuchtigkeitsarme, spannende Haut, die rau und schuppig ist. Zusätzlich zu Unreinheiten treten auch oft Hautirritationen auf.

Je nach Hauttyp kommen unterschiedliche Pflegeprodukte zum Einsatz.

 

Pflege

Bei unreiner Haut empfiehlt es sich eine Hautpflege zu verwenden, durch die Hautirritationen einerseits gelindert werden und der Haut andererseits Feuchtigkeit zugeführt wird. Die Pflegeprodukte sollten keine komedogenen Substanzen enthalten. Die Entstehung von neuen Hautunreinheiten wird durch leichtere, speziell für unreine Haut entwickelte Formulierungen vermieden. Zum Einsatz kommen sowohl Wirkstoffe, die Verhornungen auflösen, sogenannte Keratolytika, als auch antimikrobielle Substanzen, die Entzündungen bekämpfen sollen. Des weiteren enthalten Kosmetika gegen unreine Haut auch noch Pflegewirkstoffe, die hautberuhigend wirken, und Stoffe, die die Haut mit Feuchtigkeit versorgen.

 

Pflegewirkstoffe

Auf Produkten zur Pflege unreiner Haut werden viele Inhaltsstoffe angegeben. Wir sagen Ihnen welche Pflegestoffe wofür eingesetzt werden.

 

Keratolytika

Keratolytika sind Wirkstoffe, die hautabschuppend wirken, also Verhornungen lösen. Durch eine verstärkte Abschuppung wird auch die Zellerneuerung angekurbelt und das Hautbild klärt sich.

 

Salicylsäure

Salicylsäure wirkt keratolytisch, antibakteriell und entzündungshemmend. Es weicht abnorme Verhornungen auf, verhindert dadurch ein Verstopfen der Talgdrüsen und führt auch zu einem besseren Abfluss des Sebums. Es wird sowohl in Reinigungsprodukten und Peelings, als auch in Cremes, Seren oder Masken in einer Konzentration von bis zu 2 % eingesetzt.

 

Fruchtsäuren

Bestimmte Fruchtsäuren, die so genannten α-Hydoxycarbonsäuren oder AHAs (engl. Alpha-Hydroxy-Acids) kommen bei der Behandlung der unreinen Haut zum Einsatz. Zu ihnen zählen Glycolsäure, Äpfelsäure, Milchsäure, Mandelsäure oder Zitronensäure. Sie wirken komedolytisch und verhindern auch die Neubildung von Komedonen. Dadurch wird das Hautbild verfeinert. AHAs werden meist in einer Konzentration zwischen 5 und 15 % eingesetzt. Die Behandlung sollte über mehrere Monate erfolgen. Allerdings kann vor allem empfindliche Haut von Fruchtsäuren leicht gereizt werden. In einem solchen Fall sollte ein Produkt mit sehr niedriger Konzentration gewählt werden.

 

Antibakterielle Wirkstoffe

 

Teebaumöl

Teebaumöl ist ein ätherisches Öl, das aus dem australischen Teebaum gewonnen wird. Es wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze. Wegen seiner antibakteriellen Wirkung wird Teebaumöl bei unreiner Haut eingesetzt, um Entzündungen punktuell zu behandeln. In Kosmetika kommt es auch häufig in Kombination mit AHAs oder Salicylsäure vor. Teebaumöl kann allerdings nicht selten zu allergischen Reaktionen führen.

 

Manukaöl

Das Manukaöl wird aus der Südseemyrte gewonnen und wirkt antibakteriell und entzündungshemmend, fördert die Wundheilung und führt dazu, dass Vernarbungen der Haut besser abheilen.

 

Licochalcone A

Licochalcone A ist ein Flavonoid, das aus der chinesischen Süßholzwurzel gewonnen wird. Es wirkt hautberuhigend und antibakteriell. Außerdem schützt es als natürliches Antioxidans die Hautzellen, indem es freie Radikale neutralisiert.

 

Azeloglycin

Azeloglycin wirkt antibakteriell, keratolytisch und sebumreduzierend und führt so zu einem besseren Hautbild. Glycin wirkt außerdem befeuchtend.

 

 

Hautberuhigende und entzündungshemmende Wirkstoffe

 

α-Bisabolol

α-Bisabolol wird vorwiegend aus dem ätherischen Öl der Kamillenblüte gewonnen und wirkt entzündungshemmend. Allerdings können diese Wirkstoffe aus der Familie der Korbblütler hin und wieder Allergien auslösen.

 

Kampfer

Kampfer-Öl, das Öl aus dem Holz des Kampferbaums wirkt stark antiseptisch und antibakteriell, entzündungshemmend und wundheilend und wir daher auch bei der Pflege unreiner Haut eingesetzt.

 

Allantoin

Allantoin wirkt gegen Hautreizungen und beschleunigt die Zellerneuerung und wird äußerlich zur Haut- und Narbenpflege, sowie auch zur Wundbehandlung eingesetzt.

 

Dexpanthenol

Dexpanthenol ist die Vorstufe des Vitamins B5, der Pantothensäure. Es verbessert das Feuchthaltevermögen der Haut, wirkt weiters entzündungshemmend und juckreizlindernd und beschleunigt auch die Wundheilung.

 

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes und spielt eine wichtige Rolle beim Wasserhaushalt der Haut. Die Hyaluronsäure besitzt eine sehr hohe Wasserbindungskapazität und ist für die Elastizität der Haut mitverantwortlich.

 

Algenextrakte

Meeresalgen haben eine feuchtigkeitsspendende und antibakterielle Wirkung. Sie enthalten pflanzliches Eiweiß mit essentiellen Aminosäuren, die helfen, den hauteigenen Feuchtigkeitsregulator NMF aufzubauen.

 

 

Adstringentien

Adstringierende Wirkstoffe können den Fetthaushalt der Haut regulieren helfen und das Hautbild verfeinern, indem sie erweiterte Öffnungen der Talgdrüsen verengen. Zum Einsatz kommen vor allem Pflanzen wie z. B. Hamamelis, Salbei oder Minze.

 

 

  • Datum 22.04.2014
  • Autor Mag. pharm. Barbara Verdino