So vermeiden ältere Patienten Unterzuckerungen

Heutzutage sind mehr als 50 Prozent der Menschen mit Diabetes älter als 65 Jahre. Sehstörungen, eingeschränkte Beweglichkeit und Demenz können die Therapie der Zuckerkrankheit dann deutlich erschweren. Das kann im schlimmsten Fall zu schweren Stoffwechselentgleisungen führen.

Wichtig für ältere Menschen mit Diabetes ist ein Therapiekonzept, das vor allem den Austausch zwischen Hausärzten, Diabetologen, Pflegenden aber auch Angehörigen beinhaltet. „Im Übrigen sollte sich die Behandlung des Diabetes bei  gesund alternden Menschen wie bei jüngeren Patienten an den Leitlinien orientieren“, sagt Dr. Wernecke. Anders sehe das bei gebrechlichen Betroffenen aus. Hier sei es Ziel, die Lebensqualität zu erhalten. „Bei geriatrischen Patienten muss möglichst lange der Erhalt der Selbstständigkeit angestrebt werden“, betont der Experte. Darüber hinaus ist für sie Bewegung und eine ausgewogene Ernährung von entscheidender Bedeutung.

 

Vor allem gehe es darum, Unterernährung und somit eine Verschlechterung des körperlichen Zustands zu vermeiden.
 

Generell müsse das erste Therapieziel bei älteren Patienten mit Diabetes eine optimale Einstellung des Blutzuckers sein. Mindestens ebenso wichtig sei aber, Unterzuckerungen zu vermeiden. „Das Risiko, eine Unterzuckerung zu erleiden, erhöht sich bei schlechter Nierenfunktion, fehlerhafter Medikamenteneinnahme aufgrund einer Demenzerkrankung oder Gewichtsverlust“, erklärt der Chat-Experte. Das Gefährliche daran ist, dass Unterzuckerungen im höheren Alter kaum oder im schlimmsten Fall gar nicht gespürt werden.

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