Urlaub in Österreich: FSME Impfung

Urlaube in Österreich und Europa sind derzeit gefragter denn je. Diese Tendenz ist wenig verwunderlich, da die Regionen um und in Österreich einiges zu bieten haben und Urlauber jeder Altersgruppe eine entspannende, aufregende oder sportliche Zeit verbringen können. Doch auch Zecken reisen und breiten sich aus. Kein Bundesland in Österreich gilt als FSME-frei.

Auch Zecken reisen

Ab einer Temperatur von ca. 7 Grad Celsius werden Zecken aktiv. Durch den stetigen Anstieg der Durchschnittstemperatur in Österreich ändert sich auch der Beginn der „Zeckenmonate“. Viele Menschen wissen das nicht und vermuten die Zeckengefahr eher im Spätfrühling und im Sommer. Zecken lieben Temperaturen zwischen 14 und 23 Grad Celsius und Tage mit hoher Luftfeuchtigkeit. Experten gehen in neuesten Studien von einem Temperaturanstieg in Österreich von bis zu 2 Grad in den nächsten 15 Jahren aus.  Auf Grund des Klimawandels und den längeren, wärmeren Sommermonaten, gelingt es den Zecken ihr „Revier“ ständig zu erweitern. Kein Bundesland in Österreich gilt generell als FSME-frei. „Einen Schutz vor FSME kann die vorbeugende Schutzimpfung bieten. Mit FSME infizierten Zecken muss man inzwischen auch beim Bergwandern in Tirol rechnen“, sagt Dr. Rudolf Schmitzberger, von der österreichischen Gesellschaft für Kinder und Jugendheilkunde. Immer häufiger treten FSME-Fälle in Ländern und Regionen auf, in denen früher keine „Zeckengefahr“ herrschte.

Das Virus ist in einzelnen Ländern unterschiedlich weit verbreitet. Besonders stark betroffen sind die baltischen Staaten sowie große Teile Osteuropas. Auch außerhalb der europäischen Grenzen verbreitet sich das FSME-Virus stetig. Über weite Teile Russlands und Asiens erstreckt sich der sogenannte „FSME-Gürtel“, der von Europa ausgeht. „Österreich ist eines der Länder mit der höchsten Ansteckungsgefahr. Die Gefahr eines Stiches einer FSME infizierten Zecke ist aber auch in großen Teilen Europas gegeben. Das Risiko einer FSME-Infektion kann minimiert werden – durch die rechtzeitige und komplette FSME-Impfung“, so Dr. Christiane Körner, Präsidentin des Vereins zur Förderung der Impfaufklärung.
 

Was ist FSME?
 

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Viruserkrankung, die zur Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und/oder des Zentralnervensystems führen kann. Rund 30% der Infizierten werden tatsächlich krank. Die Dauer vom Zeckenstich bis zum Ausbrechen der Erkrankung (Inkubationszeit) schwankt zwischen wenigen Tagen und einem Monat. Die Krankheit verläuft typischerweise in 2 Phasen: in der ersten Phase treten grippeartige Symptome auf wie Fieber, Kopfweh und Gliederschmerzen. Bei ca. einem Drittel der Infizierten kommt es nach einem symptomfreien Intervall von etwa einer Woche zur zweiten Phase, in der die Krankheit auf das zentrale Nervensystem übergeht. Je nach Schwere der Erkrankung kommt es zu entsprechenden Symptomen: starke Kopfschmerzen, hohes Fieber bis über 40 Grad, Nackensteifigkeit, Verwirrtheit und/oder Bewusstseinsstörungen. Es kann auch zu Lähmungserscheinungen, Gangstörungen, Krampfanfällen und/oder Atmungsstörungen kommen. Im schlimmsten Fall kann die Erkrankung tödlich enden (bei 0,5-2% der Betroffenen).

  • Datum 28.06.2016
  • Autor Welldone Werbung und PR GmbH | Mag. David Zalud, Bakk.phil.

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