Natürliche Waffen gegen Virusinfektionen

Alljährlich kommt es mit dem Beginn der kalten Jahreszeit zu einer massiven Zunahme von Atemwegsinfekten. Diese sogenannten Erkältungskrankheiten werden zu 80 Prozent von Viren verursacht. Das Spektrum reicht von mehr oder weniger harmlosen sogenannten grippalen Infekten bis hin zur echten Grippe. Bei viralen Infekten und Erkältungen sind pflanzliche Arzneimittel eine gute Option.

Antibiotika meist sinnlos

Nur etwa 20 Prozent der Atemwegsinfekte haben eine bakterielle Ursache, wobei es jedoch auch bei einer viral bedingten Erkrankung durchaus zu einer sogenannten bakteriellen Sekundärinfektion kommen kann. Während früher Antibiotika sehr häufig selbst bei banalen Erkältungen zum Einsatz kamen, hat sich mittlerweile ein differenzierterer Umgang mit dieser Medikamentengruppe durchgesetzt. Zum einen ist das Bewusstsein über das Risiko von Antibiotikaresistenzen gestiegen, zum anderen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Antibiotika gegen Viren wirkungslos sind.

Verschiedenste virale Auslöser

Das Spektrum jener Viren, die vorzugsweise im Spätherbst und Winter Erkältungskrankheiten auslösen können, ist breit. Eher harmlose grippale Infekte werden durch eine Reihe verschiedener Viren wie z.B. Parainfluenza-, Rhino-, Adeno-, Echo-, Coxsackie-, Entero-, Corona- und Metapneumoviren verursacht. Warum die Zahl der Erkältungskrankheiten ausgerechnet im Herbst und Winter deutlich ansteigt, ist noch nicht vollständig geklärt. Vermutlich ist nicht nur die Kälte schuld, sondern es spielen auch Faktoren wie selteneres Lüften der Räume sowie ein in der dunkleren Jahreszeit z.B. durch Vitamin-D-Mangel geschwächtes Immunsystem eine Rolle.
 

Echte Grippe (Influenza) mit schweren Beschwerden werden von Influenza-A- und -B-Viren verursacht. Man spricht auch von saisonaler Grippe, da sie in jedem Winter in unterschiedlich starkem Ausmaß auftritt. Die Viren treten im Herbst meist vom Fernen Osten aus ihren Zug nach Europa an, wo sie im Spätherbst ankommen. Da sich Influenza-Viren laufend verändern, werden sie bereits im Sommer von Experten der Weltgesundheitsbehörde in Asien analysiert. Dies wird an die Impfstoffhersteller weitergeleitet und dienen als Grundlage für den jährlich neu zusammengestellten Grippeimpfstoff.


Grippaler Infekt versus Influenza

Eine Unterscheidung zwischen grippalem Infekt und echter Grippe ist meistens anhand der Schwere der Beschwerden möglich. Grippale Infekte verlaufen in der Regel relativ mild mit Halsweh, Schnupfen und teilweise Husten und klingen innerhalb etwa einer Woche ab. Hingegen sind die Betroffenen einer Influenza ein bis zwei Wochen mittelschwer bis schwer krank. Es kommt zu starken, oft bohrenden Kopfschmerzen, hohem Fieber von bis zu 41 Grad Celsius, starken Muskel- und Gelenkschmerzen, Schweißausbrüchen, Schüttelfrost und trockenem schmerzhaften Husten.
 


Phytotherapie

Grundsätzlich können Arzneipflanzen-Extrakte gegen virale Infekte auf zweierlei Art wirken: Durch direkte antivirale Effekte werden Viren unmittelbar abgetötet oder zumindest in ihrer Vermehrung gehemmt. Eine immunstimulierende Wirkung wiederum führt dazu, dass bestimmte Immunzellen die virusinfizierten Zellen erkennen und eliminieren können. Dadurch werden Virusinfekte in ihrer Dauer verkürzt oder der Ausbruch einer Erkrankung sogar gänzlich verhindert. Alkoholische Frischpflanzen-Extrakte des Purpur-Sonnenhutes (Echinacea purpurea) schneiden diesbezüglich in pharmakologischen Untersuchungen besonders gut ab.

  • Datum 30.09.2015
  • Autor Hennrich.PR

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