Vogelgrippe Update 2014

Diesen November tauchen in den Medien wieder vermehrt Meldungen zur Vogelgrippe auf. Lesen Sie hier, was Sie beachten müssen.

Im Süden Ägyptens habe das Vogelgrippe Virus H5N1 in diesem Jahr bereits zwei Todesopfer gefordert, diesem Virus-Subtypen sind seit 2004 etwa 400 Menschen zum Opfer gefallen, die meisten in Südostasien. Anfang November war der Typ H5N8 in einem Mastputenbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern entdeckt worden, weitere Erkrankungen werden in den Niederlanden und England gemeldet. Im Vorjahr sind mehr als 170 Personen in China an einem neuen Vogel-Influenza-Stamm, der als H7N9 bezeichnet wird, erkrankt.


Informationen zur „Vogelgrippe“

Auch Vögel können an einer Influenza erkranken. Die sogenannte Vogelgrippe wird durch das Influenza-A-Virus, das in 15 Unterarten (sog. "H-Typen") unterteilt wird, hervorgerufen, wobei größere Ausbrüche in der Vergangenheit durch die Subtypen H5 und H7 verursacht wurden. Die erkrankten Vögel entwickeln Symptome wie Fieber, Atembeschwerden, Durchfall und sterben nach wenigen Tagen an der Infektion. Grundsätzlich können alle Vögel an der Vogelgrippe erkranken. Die „Vogelgrippe“ wird auch „Geflügelpest“ genannt.

Die saisonal auftretende Influenza beim Menschen wird durch humane Influenza A-Viren (Subtypen H1, H2, H3) und Influenza B-Viren verursacht. Menschen werden im Normalfall nur sehr selten durch "Vogel-Influenzaviren" infiziert. Die wenigen nachgewiesenen Fälle beim Menschen lassen annehmen, dass die Infektion durch das Einatmen oder durch Schmierinfektion mit dem Erreger hervorgerufen wurde. Die Vögel scheiden die Viren durch ihren Kot aus. In der Luft können Staubpartikel - insbesondere in Geflügelstallungen - mit dem Kot der Tiere verunreinigt sein und durch den Menschen eingeatmet werden. Bei den meisten Erkrankungs- und Todesfällen die im Zusammenhang mit der Vogelgrippe aufgetreten sind, handelt es sich um Personen, die sich in der Nähe von Tierstallungen aufgehalten haben oder dort arbeiteten.

Schutz:

Grundsätzlich sollte man sich in Ländern, in denen aktuell eine Vogelgrippe oder Geflügelpest besteht, von Geflügelstallungen oder Märkten mit Geflügelständen fernhalten. Die Gefährdung für Reisende wird als gering eingestuft. Die saisonale Grippeimpfung schützt nicht gegen die oben beschriebenen Vogelgrippe- Stämme.


 

  • Autor Österreichische Apothekerkammer