Ein voller Magen badet nicht gern?

„Nach dem Essen musst du eine Stunde warten!“ – diesen Ratschlag geben viele Eltern ihren Kindern, bevor sie wieder ins Wasser dürfen. Doch was ist dran? Handelt es sich um einen hartnäckigen Mythos oder stimmt der Rat tatsächlich?

Magere Datenlage


Es gibt nur wenige Publikationen zu diesem Thema. Klar ist jedoch, dass bisher kein einziger Fall bekannt ist, bei dem jemand aufgrund vorheriger Nahrungsaufnahme ertrank. Drei Beobachtungsstudien aus den 1960er Jahren lassen vermuten, dass sich Essen überhaupt nicht auf die Bewegung im Wasser auswirkt. Nach einer kleinen bzw. üppigen Verzehrsmenge warteten die Schwimmer zwischen 0,5 bis 2 Stunden und legten anschließend verschiedene Distanzen zurück. Die Kontrollgruppe nahm keine Nahrung zu sich. Das Ergebnis: Weder die Schwimmleistung war beeinträchtigt, noch beklagten sich die Essenden über Krämpfe oder Übelkeit während der Belastung. Außer in der Studie mit üppiger Mahlzeit, bei der 192 Mal geschwommen wurde, berichteten vier von Übelkeit und eine Person übergab sich. Keiner litt unter Magenkrämpfen.


Wie reagiert der Körper?


Wenn man beim Essen reichlich zulangt und anschließend intensiv Sport treibt, kann man im schlimmsten Fall Bauchschmerzen, Übelkeit oder saures Aufstoßen bekommen. Das hat unter anderem mit der verminderten Blutversorgung zu tun. Denn für den Verdauungsprozess benötigtes Blut strömt bei körperlicher Anstrengung weg vom Bauch hin zu den aktiven Skelettmuskeln und der Lunge. Magen-Darm-Probleme haben allerdings noch keinen zum Ertrinken gebracht.

 


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