zurück

Die Apotheke für den Wanderrucksack

Das Wandern ist eine beliebte Freizeitaktivität. Wenn man in der Natur unterwegs ist, sollte man jedoch daran denken, eine Notfall-Apotheke im Rucksack mitzuführen, denn nur zu schnell kann es zu Verletzungen kommen. Je nachdem, ob es sich um eine kleine Wanderung, alpine Touren oder ausgedehnte Trekkingexpeditionen handelt, sollten Sie eine passende Rucksackapotheke mit sich führen.

Das Wandern erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Damit der Wanderurlaub jedoch nicht zu einer unliebsamen Erinnerung wird, sollte er gut vorbereitet werden. Dazu zählt unter anderem eine passende Rucksackapotheke, die bei jeder Bergtour Bestandteil der Ausrüstung ist. Abhängig davon, ob Sie kleine Halbtageswanderungen, ausgedehnte Tagestouren oder eine richtige Trekkingexpedition planen, sollte die Rucksackapotheke entsprechend ausgestattet sein. Lassen Sie sich ihre individuelle  Rucksackapotheke am besten in der Apotheke zusammenstellen.

Die Minimalversion – immer mit dabei

Eine Minimalversion enthält die wichtigsten Mittel für eine Erstversorgung von kleinen Wunden und Verletzungen. Sie enthält nur einige wenige Dinge, sollte dafür aber immer mit dabei sein, denn zu Verletzungen kommt es meist dann, wenn man gar nicht damit rechnet. Die Minimalversion hat den Vorteil, dass sie nur wenig Platz braucht, in jeden Rucksack passt und leicht zu tragen ist.
 

Verletzungen

Am häufigsten kommt es durch Stürze oder Stolpern zu Verletzungen. Neben einer Grundausstattung können daher auch Sofort-Kühlkompressen, ein Dreiecktuch, ein Sportgel und Schmerztabletten hilfreich sein. Die Liste der Dinge kann natürlich beliebig erweitert werden. Man sollte jedoch bedenken, dass man die Rucksackapotheke ständig bei sich trägt. Daher gilt: soviel wie nötig, so wenig wie möglich.

Füße gut geschützt

Bei längeren Wanderungen haben unsere Füße einiges zu tragen. Nicht selten kommt es daher zu schmerzhaften Blasen. Gutes Schuhwerk – am besten schon gut eingegangen – ist natürlich eine Voraussetzung, um Blasen möglichst zu verhindern. Außerdem sollte man die Füße schon vor dem Wanderurlaub, aber auch nach jeder Wanderung gut pflegen. Hirschtalgcreme pflegt und schützt ebenso wie das Auftragen eines Blasenstifts auf mögliche Reibestellen. Blasenpflaster können auf offene und geschlossene Blasen geklebt werden und bieten einen guten Druckschutz. Sie bleiben kleben, bis sich das Pflaster von selbst löst.

 

UV-Schutz nicht vergesssen

Pro 1.000 m steigt die UV-Belastung um etwa 15 %. Deshalb ist Sonnenschutz in den Bergen ein absolutes Muss. Verwenden Sie ein Produkt mit ausreichend hohem Schutzfaktor und vergessen Sie auch Lippen, Ohren und Nacken nicht. Vor allem bei starkem Schwitzen sollte man mehrmals nachcremen. Eine Kappe und Sonnenbrille gehören natürlich auch zur Sonnenschutzausrüstung.

Flüssigkeit und Elektrolyte

Natürlich darf bei einem Wanderausflug – und sei er noch so kurz – eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung niemals fehlen. Bei längeren Wanderungen kann es schon auch mal zu Muskelkrämpfen kommen, dagegen helfen Magnesiumtabletten. Es gibt auch Magnesiumpräparate, die man ohne Wasser einnehmen kann. Elektrolytmischungen sollten ebenfalls mit in den Rucksack; sie helfen Elektrolytverlusten bei langen Wanderungen und starkem Schwitzen vorzubeugen und die Regeneration zu verbessern.

Längere Expeditionen

Bei längeren Expeditionen ist es natürlich nicht möglich, das Wasser für die ganze Tour mitzunehmen. Da man aber nicht immer und überall mit guter Wasserqualität rechnen kann, sollten Desinfektionstabletten für Trinkwasser mit in die Rucksackapotheke. Außerdem empfiehlt sich ein  Händedesinfektionsmittel, denn oft bietet sich keine Möglichkeit, sich vor dem Essen die Hände zu waschen, und so können Bakterien in den Mund gelangen, die unter Umständen Durchfallerkrankungen auslösen. Bei längeren Touren sollten Sie auch die wichtigsten Medikamente für den Notfall dabei haben, vor allem, wenn nicht absehbar ist, ob bzw. wann Sie entsprechende Medikamente vor Ort bekommen können. Ihr Apotheker berät Sie dazu gerne.

Höhentrekking

Eine Bergtour in große Höhen bedarf einer speziellen Vorbereitung. Vor einer geplanten Höhentrekkingreise sollten Sie sich sowohl an ein Zentrum für Sportmedizin wenden und medizinisch durchchecken als auch in der Apotheke zu eventuell benötigten Medikamenten beraten lassen! Wichtig ist bei einer Bergtour über 2.500 Meter, einen langsamen Aufstieg zu planen, damit sich der Körper an die veränderten Sauerstoffverhältnisse gewöhnen kann. Bei einem zu raschen Aufstieg kommt es häufig zur akuten Höhenkrankheit mit Symptomen wie starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Appetitlosigkeit und Müdigkeit. Diese Symptome sollten zu sofortiger Rast führen. Unter Umständen ist auch ein Abstieg nötig.

  • Datum 25.09.2015
  • Autor Mag. pharm. Barbara Verdino

Mag.pharm. Barbara Verdino

Email schreiben

Pharmazeutin und Redakteurin, Kürzel BV

Veröffentlichte Artikel

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Bewegt durch den Winter

Egal ob beim Langlaufen, Schneeschuhwandern oder (Eis-)Laufen: Wer sich auch bei kalten Temperaturen einen Ruck gibt und aktiv wird, profitiert in vielerlei Hinsicht.

hier weiterlesen


Die Apotheke für den Wanderrucksack

Das Wandern ist eine beliebte Freizeitaktivität. Wenn man in der Natur unterwegs ist, sollte man jedoch daran denken, eine Notfall-Apotheke im Rucksack mitzuführen, denn nur zu schnell kann es zu Verletzungen kommen. Je nachdem, ob es sich um eine kleine Wanderung, alpine Touren oder ausgedehnte Trekkingexpeditionen handelt, sollten Sie eine passende Rucksackapotheke mit sich führen.

hier weiterlesen


Österreicher sporteln lieber alleine

Mehr als zwei Drittel aller Österreicher machen am liebsten Individualsport. Insgesamt findet sich jede/r dritte Befragte sportlich. Vor allem Männer halten sich dabei für deutlich sportlicher als Frauen.

hier weiterlesen


Tipp vom Apotheker: Vorsicht bei Freizeitdoping!

So mancher Hobbysportler macht es den Profis nach und setzt auf Mittel zur Verbesserung seiner Leistungsfähigkeit, darunter auch rezeptfreie Arzneimittel.

hier weiterlesen


Sportliche Nahrungsergänzung

Eine vitaminreiche, ausgewogene Ernährung versorgt unseren Körper mit allen lebensnotwendigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Wenn der Körper einen erhöhten Bedarf hat, wie z.B. bei Sport, Infekten oder bestimmten Krankheiten, muss dieser Mehrbedarf ausgeglichen werden.

hier weiterlesen


Lauf-Apps für mehr Fitness

In Zeiten von Smartphones und jederzeit verfügbarem Internet erleben Lauf- Apps einen wahren Boom. Mit diesen Apps ist es möglich, jeden gelaufenen Kilometer und jede verbrannte Kalorie zu erfassen und seine Leistungen auf sozialen Plattformen zu veröffentlichen. Sie tragen damit wesentlich zur Motivation und damit auch zur Gesundheit bei. Und Sie? Laufen Sie noch oder tracken Sie schon?

hier weiterlesen