Welt-Rheuma-Tag: Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessern

Millionen Menschen leben weltweit mit Rheuma – ein Überbegriff für mehr als hundert Krankheitsbilder. Eine häufige Form ist die rheumatoide Arthritis. In Österreich sind es über 50.000 Menschen, die tagtäglich unter entzündeten und schmerzenden Gelenken leiden. Frauen sind dabei dreimal häufiger betroffen als Männer.

Rheuma ist ein Überbegriff für mehr als 100 Krankheitsbilder des Stütz- und Bewegungsapparates. Eine häufige und sehr belastende Erkrankung des rheumatischen Formenkreises ist die Rheumatoide Arthritis – eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem das Gelenkgewebe und auch andere Teile des Körpers angreift. Die Folge sind schmerzhafte Schwellungen mehrerer Gelenke, Entzündungen und Deformationen. Besonders häufig betroffen sind dabei die kleinen Gelenke der Finger und Zehen. Die chronische Autoimmunerkrankung verläuft zumeist in Schüben. Rund 50.000 Menschen in Österreich leiden tagtäglich unter den äußerst belastenden Symptomen der Krankheit, Frauen dreimal häufiger als Männer.

Wird die Krankheit nicht rechtzeitig behandelt, kann sie zur Zerstörung von Gelenken und Sehnen führen. Häufig kommt es zu einer starken Beeinträchtigung des gesamten Bewegungsapparates – bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Weitere dramatische Folgen der Erkrankung sind ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko, ein höheres Risiko an Infektionen und bestimmten Krebsarten zu erkranken sowie psychische Probleme. Betroffene leiden nicht nur unter Schmerz und eingeschränkter Bewegungsfähigkeit, auch soziale Kontakte können durch die Symptome der Erkrankung beeinträchtigt sein.


Oft wird Rheuma als normale Alterserscheinung abgetan. Die Krankheit tritt zwar meist erst nach dem 40. Lebensjahr auf, doch kann sie prinzipiell in jedem Alter beginnen – selbst Kinder können daran erkranken. Allein in Österreich sind mehr als 2.000 Kinder und Jugendliche von juveniler chronischer Arthritis betroffen. Eine Krankheit, die Betroffene und ihre Familien vor enorme Herausforderungen stellt. Es gibt seit 2007 das jährlich stattfindende Sommer-Ferienlager des Österreichischen Jugendrotkreuz mit optimaler Betreuung der erkrankten Kinder im Kärntner Warmbad Villach.


Am Welt-Rheuma-Tag ein Zeichen der Solidarität setzen

Heute stehen wirksame Medikamente zur Verfügung, die den Krankheitsverlauf verlangsamen und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessern können. Entscheidend sind eine rasche Abklärung beim Rheumatologen und ein möglichst frühzeitiger Therapiebeginn.

Mit der Initiative „High Five“ soll am Welt-Rheuma-Tag ein Zeichen der Solidarität mit den Patienten gesetzt werden. Jeder ist herzlich eingeladen, den Namen einer betroffenen Person oder eine persönliche Botschaft auf die Handfläche zu schreiben und ein Foto davon in den sozialen Medien unter dem Hashtag #WADhigh5 zu posten. Info unter http://worldarthritisday.org/.
 

  • Datum 12.10.2015
  • Autor Pfizer

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Jugendliche klagen über regelmäßige Kopfschmerzen

Kopfschmerz ist in Österreich eine der häufigsten Schmerzarten bei Jugendlichen: 75 % der 14- bis 19-Jährigen litten in den letzten drei Monaten darunter – mehr als jede/r Fünfte mindestens einmal pro Woche. Viele Jugendliche fühlen sich nicht ernst genommen. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage.

hier weiterlesen


Aktiv gegen Rückenschmerz bei langen Autofahrten

Ein Ziehen im Nacken, das Kreuz schmerzt, die Hände beginnen zu prickeln und die Muskulatur ist bretthart und steif?

hier weiterlesen


Tipps & Tricks bei Säuglingskoliken

Knapp ein Viertel aller Babys leidet in den ersten Lebensmonaten unter sogenannten Säuglingskoliken. Über die Ursachen sind sich die Ärzte bis heute uneinig. Fest steht jedoch, dass sie der Grund dafür sind, dass Babys unter starken Bauchschmerzen und Blähungen leiden.

hier weiterlesen


Neue Ansätze in der Migränetherapie

Migräne ist häufig mit einer Überempfindlichkeit gegenüber Lichtreizen verbunden. Ein Forscherteam der Medizinischen Universität Wien untersucht nun in einem Projekt neue Therapieansätze zur Behandlung der beeinträchtigenden Lichtempfindlichkeit.

hier weiterlesen


Österreich als "Kreuzweh-Land"

Österreich ist offenbar ein "Kreuzweh-Land". Je nach Region leiden knapp 40 Prozent der Menschen an solchen Beschwerden. Die Häufigkeit hat sich zwischen 1973 und 2007 in etwa verdoppelt. Das hat eine neue Studie von Grazer Wissenschaftern ergeben.

hier weiterlesen


Welt-Rheuma-Tag: Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessern

Millionen Menschen leben weltweit mit Rheuma – ein Überbegriff für mehr als hundert Krankheitsbilder. Eine häufige Form ist die rheumatoide Arthritis. In Österreich sind es über 50.000 Menschen, die tagtäglich unter entzündeten und schmerzenden Gelenken leiden. Frauen sind dabei dreimal häufiger betroffen als Männer.

hier weiterlesen