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Volkskrankheit Parodontitis

Die Volkskrankheit Parodontitis und ihre möglichen Folgen für die Gesundheit sind noch zu wenig bekannt – und das, obwohl Zahnfleischentzündungen die häufigste Ursache für Zahnverlust bei Erwachsenen sind.

Diesem Missverhältnis entgegenzuwirken, hat die Österreichische Gesellschaft für Parodontologie (ÖGP) 2011 die Initiative „Schau auf Dein Zahnfleisch!“ ins Leben geruf en, um das Bewusstsein für Zahnfleischerkrankungen nachhaltig zu stärken.


Was ist Parodontitis?


Auf allen Zahnflächen und in den Zahnzwischenräumen bilden sich laufend bakterielle Beläge, die auch als „Plaque“ bezeichnet werden. Wird dieser Belag nicht regelmäßig entfernt, kommt es zu einer Entzündung des Zahnfleisches.  Wird die Zahnfleischentzündung nicht behandelt, kann sich die  Entzündung in die Tiefe ausbreiten. Diese Form der Erkrankung heißt „Parodontitis“, früher oftmals fälschlicherweise als „Parodontose“ bezeichnet. Durch die fortwährende Entzündung löst sich das Zahnfleisch von der Zahnoberfläche und es bilden sich Zahnfleischtaschen, die sich wiederum mit Plaque füllen. Die bakterielle Infektion nimmt dadurch ein immer stärkeres Ausmaß an.

Leider oft zu spät erkannt – es droht Zahnverlust!

Dieser Prozess verläuft für die Betroffenen meist unmerklich, kann aber schwerwiegende Folgen haben: Der Zahnhalteapparat mit seinem Kieferknochen wird zerstört. Die Zähne werden locker und können ihre Stellung verändern. Im schlimmsten Fall führt dieser Knochenabbau zu Zahnverlust!

Schützen Sie Zahnfleisch und Zähne!

Bei frühzeitiger Diagnose und Therapie kann Gingivitis erfolgreich behandelt werden. So wird auch Parodontitis vorgebeugt. Auch wenn bereits Parodontitis besteht, kann ein Voranschreiten der Erkrankung durch entsprechende Maßnahmen gestoppt, und Folgeschäden können vermieden werden.
Daher: Regelmäßig zur zahnärztlichen Kontrolle (mindestens einmal im  Jahr zur parodontalen Grunduntersuchung) sowie zur professionellen Mundhygiene-Behandlung!


Tipps von der Apothekerin

Mag.pharm. Irina Schwabegger-Wager

  • Bei Anzeichen einer Zahnfleischentzündung – gerötetes und/oder geschwollenes Zahnfleisch, eventuell Blutungsneigung – besonders gründlich die Zähne reinigen! Spülungen mit Salbei, Kamille oder Melisse stärken das Zahnfleisch, Propolis oder ätherisches Myrrheöl wirken ebenso antiseptisch wie gebrauchsfertige Mundspülungen. Klingen die Beschwerden nicht innerhalb einer Woche ab, den Zahnarzt aufsuchen!

 

  • Das Immunsystem unterstützen – darüber freuen sich auch Zähne und Zahnfleisch. D. h. Stress abbauen, ausreichend schlafen, ausgewogen und vitaminreich ernähren. Besonders förderlich, nicht nur für die Zahngesundheit: das Rauchen aufgeben.
     

 

Lesen Sie mehr zum Thema Parodontitis - Risikofaktoren, Diagnose und Behandlung -  in der neuen Broschüre der Österreichischen Apothekerkammer! 

 

 

  • Datum 11.09.2014
  • Autor Österreichische Apothekerkammer

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Thema Zahngesundheit

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