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Für ein schönes Lächeln

Durch richtige Pflege und gezielte Vorsorge können Zähne heute bis ins hohe Alter gesund erhalten werden. Mit Zähneputzen alleine ist es aber noch nicht getan.

Mundhygiene bei Erwachsenen

Damit Ihre Zähne sauber und gesund sind – und auch bleiben-, ist die richtige Mundhygiene Voraussetzung. Neben dem Zähneputzen zählen dazu auch die Reinigung der Zahnzwischenräume, das Spülen mit fluoridhaltigen Mundspülungen und die richtige Ernährung. Nicht zuletzt können durch die Kontrolle beim Zahnarzt, zweimal im Jahr, kleinere Probleme gleich behoben und größere vermieden werden.

Zähneputzen, aber richtig

Das Zähneputzen ist die Basis der Mundhygiene: zweimal täglich für 2 bis 3 Minuten, morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen. Benutzen Sie am besten fluoridierte Zahncreme mit einem Fluoridgehalt von 1000 bis 1500 ppm. Auch die richtige Technik ist wichtig, Zahnärzte empfehlen die „Bass-Technik“. Dabei wird die Zahnbürste im 45°-Winkel am Zahnfleischsaum angesetzt und mit leichten Rollbewegungen Richtung Zahnkrone geführt. Dies erfolgt an Innen- und Außenflächen des Zahns. Bei den Schneidezähnen ist es leichter die Zahnbürste senkrecht anzustellen, die Kauflächen werden mit rein horizontalen Bewegungen gereinigt. Das Putzen erfolgt mit elektrischen Zahnbürsten gleich, sie erfordern aber weniger feinmotorisches Geschick. Um zu überprüfen, ob Sie Ihre Zähne sauber geputzt haben, können Sie einen Test mit Färbetabletten machen. Diese sind in jeder Apotheke erhältlich.

Die Wahl der Zahnbürste

Die Borsten der Zahnbürste sollten aus Kunststoff und mittelhart, bei entzündetem Zahnfleisch weich, sein. Nach dem Putzen wird die Zahnbürste mit Wasser gereinigt und aufrecht hingestellt, damit sie trocknen kann. Da Zahnbürsten nach etwa drei Monaten Plaque schlechter entfernen, sollten sie regelmäßig gewechselt werden. Auch nach Mund- oder Halsentzündungen, Erkältungen und Grippeerkrankungen sollte die Zahnbürste gewechselt werden, da die in den Borsten angesammelten Keime zu einer Neuerkrankung führen können.

 

Zahnzwischenräume

Die Zahnzwischenräume machen etwa 40 % der gesamten Zahnoberfläche aus, deshalb ist die Reinigung hier besonders wichtig. Deshalb wird die tägliche Verwendung von Zahnseide empfohlen. Diese wird unter sanftem Druck in den Zahnzwischenraum eingeführt und 4 bis 5 Mal vorsichtig auf und ab bewegt. Dies sollten sie bei jedem Zahnzwischenraum am rechten und am linken Zahn wiederholen. Bei der richtigen Anwendung eignen sich sowohl gewachste als auch ungewachste, mehrfädige oder einfädige Zahnseiden. Bei breiteren Zahnzwischenräumen empfehlen sich auch aufgebauschte Zahnseiden (Superfloss) oder Zahnzwischenraumbürsten. In Ihrer Apotheke können Sie aus einem breiten Sortiment auswählen. Die erforderliche Größe der Zwischenraumbürsten sollte der Zahnarzt feststellen.

Mundspülungen

Ergänzend zu Zahnbürste und Zahnseide können Sie eine fluoridhaltige Zahnspülung verwenden. Diese sollte alkoholfrei sein und 2x täglich nach dem Zähneputzen für 30 Sekunden zum Spülen verwendet werden. Fluorid schützt die Zähne vor Karies und hemmt das Wachstum Karies verursachender Bakterien. Nicht zu verwechseln sind diese Zahnspülungen mit Mundwässern, die nur dazu dienen, den Atem zu erfrischen, aber keinen Effekt auf die Zähne haben. Bei Zahnfleischproblemen wie z.B. Zahnfleischentzündungen, gibt es in der Apotheke spezielle Mundspülungen zur Behandlung dieser Probleme. Meist enthalten sie Chlorhexidin, welches der Entzündung entgegenwirkt. Diese medizinischen Mundspülungen sind für eine kürzere Anwendung empfohlen, da sie auf Dauer zu Zahnverfärbungen führen können.

Ernährung

Schlechte Ernährung kann zu Parodontitis und Zahnkaries führen. Kohlehydrat-, Zucker- und Stärke-haltige Nahrung sind wesentlich für die Produktion von Plaquesäuren verantwortlich, die den Zahnschmelz angreifen. Diese Säuren können den Zahnschmelz letztendlich ganz zerstören, und es entsteht Karies. Es dauert ca. 20 Minuten bis die Säure im Mund wieder neutralisiert wird. Deshalb sollten Sie Süßspeisen am besten gleich nach einer Mahlzeit zu sich nehmen und nicht in Etappen naschen. Auch säurehaltige Nahrungsmittel wie Zitrusfrüchte, Weißwein oder Brausegetränke greifen den Zahnschmelz an und können so zu Karies führen.

 

  • Datum 26.08.2014
  • Autor Mag. pharm. Barbara Verdino