Zecken - Gefahr möglicherweise größer als vermutet

Die Annahme, dass nur Zecken-Weibchen stechen, da sie das Blut für die Fortpflanzung benötigen, ist überholt. Mittlerweile gilt als erwiesen, dass auch Männchen und Nymphen stechen.

Der Entwicklungszyklus der Zecke beginnt damit, dass die weibliche Zecke etwa 3.000 Eier legt. Aus diesen Eiern schlüpfen Larven, die dann zu Nymphen werden, bevor sie in weiterer Folge zu  erwachsenen Zecken werden. Bei jedem Stadium ist eine Blutmahlzeit nötig.

Larven haben etwa eine Größe von einem halben Millimeter, Nymphen sind zwischen 1 und 1,5 Millimeter groß. Sie alle können FSME-Viren übertragen, die sich in den Speicheldrüsen der Spinnentiere befinden und daher sofort mit dem Stich in die Blutbahn gelangen können.

In den letzten 10 Jahren schwankten die gemeldeten FSME-Fälle in Österreich zwischen 45 und 113 Spitalsaufenthalten. In diesem Jahr gibt es bereits 14 Erkrankungen. Die meisten Meldungen kommen aus OÖ mit 6 Fällen, je 2 FSME-Patienten gibt es in Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Wien/NÖ (exakter Infektionsort ist noch nicht bekannt).

Fakt ist: Kein Bundesland in Österreich ist frei von Zecken. Das Bundesministerium für Gesundheit empfiehlt die FSME-Impfung für alle in Österreich lebenden Personen.


Die FSME-Impfaktion 2015 findet noch bis zum 31. Juli 2015 statt. Im Rahmen dieses Aktionszeitraums erhält man die FSME-Impfstoffe in allen Apotheken  bzw. bei Hausapotheken  führenden Ärzten vergünstigt. Die Kosten betragen € 34,40 für Erwachsene und € 29,80 für Kinder.
 

Sehen Sie dazu:

Video zur Verfügung gestellt von vielgesundheit.at

 

 

 

 













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